. . . wenige Besucher bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der Moosburger Schäfflerhalle lauschten. fotos: Martin

Bürgerversammlung in Moosburg

Bei „Plan“-Gestaltung und Bahnsteig-Verlängerung dranbleiben

Bei der Bürgerversammlung in Moosburg waren die Plätze nicht alle besetzt - und doch war bei den Anwesenden das Interesse groß.

Moosburg – Die letzten Feuer sind längst erloschen. Wie es im Bereich „Auf dem Plan“ aussah, als die Menschen dort im Spätmittelalter ihre Töpfe und Ziegeln in speziellen Öfen brannten, erfuhren die rund 30 Besucher der Bürgerversammlung in Moosburg von Archäologe Marcus Simm (siehe Kasten). In die Zukunft des Stadtplatzes wurde ebenfalls geblickt – das „beherrschende Thema“ der vergangenen Jahre, wie Bürgermeisterin Anita Meinelt betonte.

Auch wenn die Rathauschefin am Mittwochabend nur wenige Besucher begrüßen konnte, so waren es doch erstaunlich viele, die nach dem Rechenschaftsbericht Wünsche und Anregungen, aber auch Beschwerden äußerten. Auf die statistischen Daten hatte die Rathauschefin diesmal bewusst verzichtet, denn diese seien online über das Portal der Stadt abzurufen. Dafür erläuterte Meinelt umso ausführlicher das, was die Gemüter in Moosburg in den letzten Jahren erhitzt hatte: die Umgestaltung des Bereichs „Auf dem Plan“.

Erst dann mit dem Umbau zu beginnen, wenn in unmittelbarer Nähe zum Zentrum ausreichend Ersatzstellplätze für Pkw geschaffen seien – so wie dies das Bürgerbegehren gefordert hatte – das konnte Meinelt nur unterstreichen: „Mir ist bewusst, dass eine zentrale Parkmöglichkeit gerade für Besorgungen und Abholungen eine wesentliche Voraussetzung für die meisten Kunden ist.“ Die Planungen gemäß Stadtratsbeschluss müssten fortgeführt werden. „Wenn möglich“, sollte mit einem angepassten Vorschlag in Zusammenarbeit mit dem Siegerentwurf weiter gemacht werden.

Auch am Thema „Barrierefreiheit“ werde weiter gearbeitet. Viele Übergänge im historischen Stadtkern seien schon „Zug um Zug“ abgesenkt worden. Meinelt nannte hier die jüngsten Maßnahmen wie die Erneuerung des Gehwegs auf dem „Gries“ sowie die neuen Eingangsbereiche zum Zehentstadel und zur Stadtbücherei.

Wohnraum zu schaffen, dem sei man an „nahezu allen Ecken der Stadt“ nachgekommen. Die Bürgermeisterin erläuterte das städtische Baugebiet in den Amperauen mit möglicher Gewerbeansiedlung (Discounter- und Drogeriemarkt) sowie die Bebauung privater Flächen, wie die „Heilingbrunner Wiese“ am Ende der Orionstraße oder die „Sonnenhaussiedlung“ zwischen Böhmerwald- und Egerlandstraße. Auch dem sozialen Wohnungsbau werde in Moosburg viel Platz eingeräumt – etwa an der Landshuter Straße und im neuen Baugebiet Amperauen.

Die Verlängerung der Bahnsteige am Bahnhof Moosburg sei baubetrieblich für 2020 geplant, zitierte die Rathauschefin aus einer Stellungnahme der DB Station&Service AG, der Besitzerin der Fläche. Ein „unerträglicher“ Zustand sei das für die vielen tausend Pendler. Sie versuche, eine Beschleunigung der Abläufe zu erreichen.

Ob man die Stadtbücherei nicht zu einem Raum ausstatten könne, in dem tagsüber mit Laptop gearbeitet werden könnte, regte eine Zuhörerin an. Ein weiterer Moosburger bemängelte die schlechte Erreichbarkeit der Stalag-Erinnerungsstätte in Oberreit für Fußgänger und Radfahrer.

Den Toilettenbereich in der Schäfflerhalle tagsüber öffentlich zugänglich zu machen, lautete eine weitere Anregung seitens der Zuhörer. Antwort: „Nein“. Dafür sei zu viel personeller Aufwand nötig, stellte Meinelt klar. maria martin

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