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Bistro, Café – und möglicherweise bald Sudhaus: Das Gebäude an der Münchner Straße 1 soll in Teilen umgebaut werden.

Pläne in Moosburg

Freunde von regionalem Bier freuen sich: Rückkehr einer Brauerei-Hochburg? 

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Ein Gastronom in der Moosburger Altstadt plant nicht nur größere Umbauten rund um sein Lokal - sondern liebäugelt auch mit der Gründung einer Brauerei.

Moosburg – Lang ist’s her, da konnte man die Stadt Moosburg noch als regelrechte Brauerei-Hochburg bezeichnen. Mittlerweile wird am Ort nichts mehr hergestellt. Denn selbst hiesige Marken wie das „Drei Rosenbier“ oder das „Kämper-Bräu“ haben ihre Sudkessel bei Produzenten jenseits der Stadtgrenzen stehen.

Freunde von regionalem Bier dürfte es daher freuen, dass es jetzt wieder ernsthafte Überlegungen gibt, eine Brauerei in Moosburg zu gründen – und zwar mitten in der Altstadt. Realisiert werden soll das Vorhaben passenderweise an einer Stelle, wo bereits in der Vergangenheit Gerstensaft hergestellt wurde: an der Ecke Münchner Straße/Weingraben, angrenzend zum Café-Bistro Woch’nblatt. Das befindet sich in jenem Gebäude, das 1837 errichtet wurde und einst neben der Brauerei Kirchhammer residierte.

„Das Woch‘nblatt bleibt, wie es ist“

Woch’nblatt-Wirt und Hauseigentümer Rüdiger Germaier hat gemeinsam mit einem Partner ein entsprechendes Baugesuch bei der Stadt eingereicht. „Wir tun da schon fünf Jahre rum, jetzt wollten wir mal einen Antrag stellen“, sagt er im Gespräch mit dem FT. Vorrangig gehe es bei dem Vorhaben, das bei der Stadt unter dem Titel „Revitalisierung eines ehemaligen Brauereigebäudes an der Münchener Straße 1“ läuft, allerdings um die Modernisierung der Räumlichkeiten rund um das Lokal. 

„Das Woch’nblatt bleibt, wie es ist. Aber wir wollen etwa die Toiletten neu machen, den baufälligen Teil herrichten und oben drüber Wohneinheiten errichten.“ Denn das Obergeschoß über dem Café sei derzeit unbenutzt und stehe leer. „Wenn der Antrag durchgeht, werden die Wohnungen verkauft.“ Den Punkt Brauerei wolle man erst zu einem späteren Zeitpunkt angehen, erklärt Germaier.

Und welche Art von Bier schwebt ihm dabei vor? – „Es ist eine kleine Craft-Beer-Brauerei angedacht“, sagt der Gastronom. Wer sich an dieser Stelle freut, dass damit auch der verwilderte Biergarten, der ein paar Meter weiter stadtauswärts angrenzt, bald wieder geöffnet werden könnte, liegt falsch. Germaier: „Wir reden hier nur über das Gebäude bis zur Hofeinfahrt.“ Alles dahinter gehöre einem anderen Eigentümer.

Entscheidung im Bauausschuss

Der Bauausschuss des Moosburger Stadtrats berät am kommenden Montag, 4. Dezember, über den Bauantrag. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 19 Uhr im Feyerabendhaus.

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