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Beschlossen: Moosburger Innenstadt bekommt flächendeckend Gratis-WLAN

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Von: Nico Bauer

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Visualisierung einer Netzabdeckung von WLAN im Moosburger Zentrum
In diesen Bereichen in der Moosburger Innenstadt soll künftig schnelles Internet verfügbar sein. Einem entsprechenden Antrag hat der Stadtrat nun zugestimmt. © Grafik: EKAHAU

Mobiles Surfen, auch wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist: Im Moosburger Zentrum ist das bald möglich - und zwar kostenlos. Das hat der Stadtrat nun entschieden.

Moosburg – Seit Jahren macht sich der Moosburger Stadtrat Gedanken über Bausteine für eine attraktivere Innenstadt. Nun kommt eine Maßnahme, die die digitale Infrastruktur aufwerten soll: Auf Antrag von Stefan John (Linke) und Philipp Fincke (FDP) hat der Stadtrat am Montag beschlossen, flächendeckendes und für die Bürger kostenloses WLAN in der gesamten Innenstadt einzurichten. Philipp Fincke hatte in seiner Funktion als Digitalreferent den Antrag gestellt und seinen Kollegen Stefan John als Unterstützer dazugewonnen.

Hotspot-Entzerrung

Die beiden Stadträte begründeten ihren Vorstoß damit, dass durch kostenloses Internet die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gesteigert werden könne. Gerade in Corona-Zeiten würde ein flächendeckendes WLAN für Entzerrungen sorgen, nachdem es derzeit Ansammlungen von Menschen an dem WLAN-Hotspot vor dem Rathaus gebe.

Fincke verwies auch auf eine Stellungnahme von Helmut Dedy, dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags. Dieser hatte geschrieben, dass freie WLAN-Hotspots in den Städten für Bereiche wie Tourismus oder Wirtschaftsförderung einen wesentlichen Beitrag leisten. Dieser große Schritt sei es wert, rund 20.000 Euro Anschaffungskosten sowie einen jährlichen Unterhalt zwischen 500 und 1000 Euro in Kauf zu nehmen.

Dazu kommt auch die Option, Zuschüsse für die Digitalisierung zu erhalten. Bei einer Voranfrage bekam Fincke von der oberbayerischen Regierung bereits ein positives Signal. Deshalb war es Teil des Antrags, die Maßnahme in das Moosburger ISEK-Konzept aufzunehmen.

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Den Stadträten wurden verschiedene Entscheidungsoptionen vorgelegt. Neben der Variante, es bei dem bestehenden Hotspot zu belassen, gab es noch einen Kompromiss – und zwar in Form einer Erhöhung der WLAN-Punkte. Diese hätten Stadtverwaltung und Digitalreferent Fincke gemeinsam festgelegt. Letztlich bekamen die beiden jungen Stadträte dann aber den maximalen Beschluss mit der flächendeckenden Internetversorgung in der gesamten Innenstadt.

In einem zweiten, diesmal einstimmigen Beschluss bekam die Verwaltung den Auftrag, die Maßnahme einzuleiten und gleichzeitig die Fördermöglichkeiten abzuklopfen. Die 20.000 Euro Investitionskosten werden im Haushalt 2022 eingestellt.

Keine Liveübertragung

FDP-Mann Philipp Fincke hatte des Weiteren einen Antrag gestellt, die öffentlichen Stadtratssitzungen live im Internet zu übertragen. Hier gebe es bei der Umsetzung aber eine Reihe von Schwierigkeiten und einige davon nicht begeisterte Stadtratsmitglieder. Fincke hat sich deshalb entschieden, angesichts der Erfolgsaussichten nahe Null den Antrag zurückzuziehen.

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