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Lassen nicht locker: Die Mitglieder der BI „Für ein lebenswertes Moosburg“ um Sprecher Uwe Nelkel (r.) haben noch keine Rückmeldung aus der Stadtverwaltung erhalten

Bürgerinitiative lässt nicht locker

BI „Lebenswertes Moosburg“ fordert Antworten aus dem Rathaus und erhöht Druck

Die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Moosburg“ lässt nicht locker und fordert von den Verantwortlichen der Stadt Antworten auf ihre Fragen.

Moosburg – Sie haben bisher sehr viel Zuspruch erhalten: Ihre Forderungen nach einem maßvolleren baulichen Wachstum in Moosburg brenne unzähligen Bürgern auf den Nägeln, erläuterten die Sprecher der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Moosburg“ am Donnerstag im Gasthof Drei Tannen. Enttäuscht zeigten sie sich jedoch von der Haltung der Verwaltung im Rathaus sowie der Stadträte, die ein an sie gerichtetes Schreiben, in dem um eine vorübergehende Einstellung des Bebauungsplanverfahrens für das Rockermaier-Areal gebeten wird, bisher noch nicht beantwortet hätten.

Wie berichtet, ist es vor allem die massive Bebauung im Umgriff Industrie-, Saliter- und Schlesierstraße, die BI-Sprecher Uwe Nelkel und seine Mitstreiter umtreibt. Rund 240 Wohneinheiten sollen dort in Gebäuden mit bis zu sechs Geschoßen entstehen. Die Verkehrserschließung sei völlig unzureichend, monierte Nelkel. Das hätten jüngst auch Schülerlotsen bestätigt, die auf Höhe des Rockermaier-Areals für Sicherheit am Schulweg sorgen. In der vergangenen Woche hätten dort Erdaushub-Arbeiten stattgefunden. „Da konnten die Schülerlotsen schon mal vor schmecken, wie es sein wird, wenn das Gelände bebaut ist“, meinte Brigitte Weger von der Bürgerinitiative.

Doch es sei nicht nur das Verkehrschaos, das mit der geplanten Versiegelung einhergehen werde, glauben die BI-Mitglieder. Auch das Kanalnetz könne an seine Grenzen stoßen. Bei Starkregen habe es schon wiederholt Klagen von Anliegern aus der Nachbarschaft gegeben, die über Hochwasser im Keller berichteten.

Rückenwind für die Richtung der BI habe man jüngst aus der der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt erhalten. Nach der Rodung von Hecken sei aus der Kreisbehörde zu vernehmen gewesen, dass diese eigentlich schützenswert in Hinblick auf den Artenschutz gewesen seien. Die Grünordnung, die auf den Plänen dargestellt ist, sei gar nicht umsetzbar, meinten Nelkel und seine Mitstreiter. Über den geplanten Tiefgaragen sei doch gar keine Pflanzung von Bäumen möglich. Eine ausreichende Begrünung von Wohngebieten sei allerdings für das Wohlbefinden der Bewohner dringend nötig.

Die Gründe, die für eine vorübergehende Einstellung des Bebauungsplanverfahrens sprächen, seien in einer E-Mail vom 26. Januar an das Rathaus gerichtet worden. Da man bisher keine Antwort erhalten habe, werde er persönlich vorsprechen, merkte Nelkel beim Treffen am Donnerstagabend an. Er wolle der Bürgermeisterin einen Fragenkatalog übergeben. Ergänzend zu der Mail vom 26. Januar fordert die Bürgerinitiative darin unter anderem Einsicht in die Verkehrskonzepte für die Baugebiete „Oberes Gereuth“, „Amperauen“ und „Steinbockstraße“. Außerdem wolle man wissen, ob ein Mitglied des Stadtrats mit der eigenen Familie am Rockermaier-Areal wohnen möge.

„Wir dürfen nicht nachlassen“, schwor Nelkel die BI-Mitglieder ein. „Unser Ziel ist es, dass der Bebauungsplan nach der Kommunalwahl unter der Ägide des neu zusammengesetzten Stadtrats auf eine verträgliche Art des Wohnens umgeplant wird.“

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Maria Martin

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