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In diesem Areal will die Firma ELA Container in Pfrombach bei Moosburg ihren Betrieb erweitern.

Pfrombach/Aich

„Affront gegenüber der Stadt“: BI Pfrombach/Aich wirft Firma Wortbruch vor

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Die Bürgerinitiative Pfrombach/Aich wirft der Firma ELA vor, Vereinbarungen zu ihren Erweiterungsplänen nicht eingehalten zu haben.

Moosburg – Wenn sich am morgigen Montag, 10. Februar, ab 18 Uhr Moosburgs Stadträte zum wiederholten Mal mit der Erweiterung des Gewerbegebiets für die Firma ELA Container im Ortsteil Pfrombach beschäftigen, dürfte erneut kontrovers diskutiert werden. Denn wie die Bürgerinitiative (BI) Pfrombach/Aich jetzt mitteilte, gibt es erneute Unstimmigkeiten unter den Konfliktparteien. Nach dem Start eines Bürgerbegehrens gegen die Erweiterung im Dezember sowie mehreren Vertagungen in den Stadtratssitzungen seien unter Leitung von Bürgermeisterin Anita Meinelt zwar konstruktive Gespräche zwischen Stadt, ELA und der BI geführt worden. „Die dabei erarbeiteten Vereinbarungen werden in den nun vorliegenden Planungen jedoch nicht eingehalten“, heißt es vonseiten der Initiative.

Fast 90 Prozent der wahlberechtigten Bürger in Pfrombach und Aich hätten sich durch ihre Unterschriften bereits gegen das geplante Vorhaben ausgesprochen, betonen die BI-Verantwortlichen. Hauptkritikpunkt sei dabei „der enorme Flächenverbrauch von über 47.000 Quadratmetern, größtenteils als Containerlagerfläche“. 

Vereinbarungen getroffen

Auf Initiative von Anita Meinelt seien zum Jahresende 2019 konstruktive Gespräche zwischen den Beteiligten geführt worden. Im Ergebnis sei dabei ein Kompromiss erarbeitet worden: „Die Gesamtfläche der Erweiterung wurde deutlich reduziert.“ Die nötige Ausgleichsfläche sollte demnach direkt angrenzend angelegt werden – „als Zugeständnis von Günter Albers, Geschäftsführer der Firma ELA, mit einer Größe von 20.000 Quadratmetern“, heißt es in der Mitteilung. Die Ausprägung als naturnahe Streuobstwiese und damit auch als Abschluss des Gewerbegebiets und natürliche Barriere gegen zukünftige Erweiterungsvorhaben sei ebenfalls vereinbart worden.

„Überrascht mussten die an den Gesprächen Beteiligten jetzt zur Kenntnis nehmen, dass die getroffenen Vereinbarungen in den von ELA vorgelegten Plänen nicht umgesetzt wurden“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Dass ELA wiederholt Zusagen gegenüber den Bürgern nicht einhält, wussten wir bereits.“ Die nun von der Firma eingereichten Unterlagen stellten jedoch „einen Affront gegenüber der Bürgermeisterin und der Stadt Moosburg dar“, so die Vertreter der BI.

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BI kritisiert Firma: „Erneut ein unzuverlässiger Partner“

Konkrete Gründe für die Nichteinhaltung der Vereinbarungen seien auch auf Nachfrage nicht genannt worden, „die Firma zeigt sich erneut als unzuverlässiger Partner“. So würden die aktuellen Planungsunterlagen über 10.000 Quadratmeter mehr Flächenbedarf als vereinbart beinhalten. Die Zusagen zur Größe und Gestaltung der Ausgleichsflächen seien ebenfalls nicht umgesetzt worden. Die Sorge vor einer Belastung durch deutlich mehr Lkw-Fahrten werde derweil untermauert. „Erstmals enthalten sind Zahlen zur zusätzlichen Verkehrsbelastung: Der Containerumschlag soll von zirka 5000 auf fast 17.000 Container jährlich erhöht werden.“

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