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Elektrowaren, Öfen und die Post: Das Gebäude der Moosburger Firma Adolf Häring an der Leinbergerstraße gegenüber der Feuerwehr, in dem verschiedene Waren und Dienstleistungen angeboten werden, könnte bald einem Neubau weichen.

In der Innenstadt

Biomarkt statt Elektroladen und Post? Moosburger Traditionsgeschäft denkt ans Aufhören

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Die Eigentümer des Moosburger Traditionsbetriebs Häring denken über einen Verkauf nach. Für den Standort des Geschäfts wurden jetzt bereits neue Pläne geprüft.

Moosburg – Den Moosburgern steht möglicherweise der Abschied eines Traditionsunternehmens bevor: Beim Elektro-Fachbetrieb Adolf Häring mit Sitz an der Leinbergerstraße gegenüber des Feuerwehrhauses wird derzeit laut über eine Geschäftsaufgabe nachgedacht.

Im kommenden Jahr steht das 70. Gründungsjubiläum der Firma an. Wie lange sie noch fortbesteht, ist unklar. „Wir loten derzeit einen Verkauf aus“, bestätigt Herbert Lochinger auf Nachfrage des FT. Gemeinsam mit seiner Frau Sigrid Häring-Lochinger führt er den Betrieb, der neben dem Elektrocenter auch Stahlwaren, Holz, Öfen und diverse Dienstleistungen anbietet. Weil man jedoch keine Kinder habe, die für eine Unternehmensnachfolge in Frage kämen, „und man früh genug schauen muss, dass man sich rauszieht“, werden laut Lochinger nun die Möglichkeiten abgeklopft.

Bioladen und zehn Wohneinheiten auf über 1000 Quadratmetern

Einen Vorgeschmack darauf bekamen am Montag die Mitglieder des Moosburger Bauausschusses: Ihnen lag der Vorbescheid zu einem Bauantrag vor, der laut Herbert Lochinger von einem der potenziellen Bauträger eingereicht wurde. Konkret geht es um den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage, Bioladen und zehn Wohneinheiten. Der vorhandene Gebäudebestand an der Leinbergerstraße 26 und 28 soll dafür abgerissen werden. Das Baugrundstück hätte eine Gesamtgröße von über 1000 Quadratmetern.

Ganz reibungslos ging der Tagesordnungspunkt jedoch nicht über die Bühne: „Die Besucherstellplätze sind denkbar ungünstig platziert“, monierte Evelin Altenbeck (Grüne). In den Plänen, die dem Vorbescheid beiliegen, sind die Stellflächen auf der Rückseite des Komplexes eingezeichnet – und nur über den Steinweg zu erreichen.

Grünen-Rätin kritisiert die Pläne - doch der Bauamtsleiter relativiert

„Da kommt man bloß durch eines der engsten Gässchen hin, das wir haben“, kritisierte Altenbeck. Besucherparkplätze sollten ihrer Meinung nach aber „gut und direkt anfahrbar sein, damit die Kunden gleich sehen, ob sie frei sind“. 

Bauamtsleiter Herbert Held nahm ihrer Kritik etwas den Wind aus den Segeln: „Ich denke nicht, dass die vorgelegte Planung auch der endgültigen entspricht.“ Am Ende folgte die Runde dem Vorschlag der Verwaltung – und erteilte einstimmig das Einvernehmen.

Zukunft der Moosburger Post-Filiale ungewiss

Die Frage von Karin Linz (CSU) an Anita Meinelt, ob man denn wisse, was dann mit der in die Häring-Ladenfläche integrierte Postfiliale passiere, konnte die Bürgermeisterin nicht beantworten. „Ich weiß es nicht.“ Herbert Lochinger konnte dazu auch noch keine Auskunft geben. Er vermute, dass die Poststelle im Falle eines Verkaufs an anderer Stelle weitergeführt werde – und das entsprechende Personal übernommen werde. Die übrigen Mitarbeiter würden dann wohl in Pension gehen. Aber, so betonte Lochinger: „Es ist noch überhaupt nichts spruchreif.“

Einem durchaus umstrittenen Projekt gab der Bauausschuss ebenfalls Grünes Licht: Das neue Verteilerzentrum für Amazon in Moosburg-Degernpoint darf gebaut werden.

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