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In diesem Vorraum der HypoVereinsbank in Moosburg haben zwei zirka 17-Jährige einen Obdachlosen überfallen.

Im Vorraum der HypoVereinsbank

Brutaler Überfall in Moosburg: Jugendliche rauben Obdachlosen aus

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Eine brutaler Übergriff erschüttert die Stadt Moosburg: Zwei vermummte junge Männer haben Donnerstagnacht einen Obdachlosen überfallen, der im beheizten Vorraum einer Bank Schutz vor der Kälte gesucht hat. Die zirka 17 Jahre alten Täter raubten ihm Bargeld im dreistelligen Euro-Bereich.

Moosburg– Donnerstag, 2.20 Uhr, mitten in der Moosburger Innenstadt: Ein 54-jähriger Obdachloser hat im Vorraum der HypoVereinsbank, direkt neben dem Rathaus, Zuflucht vor der Kälte gefunden. Das Zimmer ist beheizt, hier kann er sich aufwärmen und etwas hinlegen. Plötzlich kommen zwei mit Schals vermummte Gestalten zur Tür herein und fordern ihn auf, sein Bargeld herauszurücken. Die jungen Männer sprechen hochdeutsch, ohne Akzent. Doch es bleibt nicht bei Worten. Denn als sich der 54-jährige Moosburger weigert, schlagen und treten die Täter mehrmals auf ihn ein. Anschließend durchsuchen sie das Opfer. Sie finden seine Geldbörse, nehmen das Bargeld an sich und verschwinden. So schilderte der Wohnsitzlose den Vorfall eineinviertel Stunden später auf der Wache der PI Moosburg.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet, erlitt der Mann bei dem Raubüberfall Prellungen an Rücken, Ellbogen und Knie. Eine ärztliche Versorgung habe er aber abgelehnt. Die Täter, die einen Bargeldbetrag im dreistelligen Euro-Bereich erbeutet haben, sind noch auf der Flucht. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung war ergebnislos verlaufen. Im Laufe des Donnerstags wurden nun die Aufzeichnungen der Videokamera in der Bank ausgewertet. Ob darunter Bilder sind, auf denen die Täter gut zu erkennen sind und die sich deshalb für eine Öffentlichkeitsfahndung eignen, ist noch unklar.

Bei dem Opfer handelt es sich Angaben des Polizeipräsidiums zufolge um einen gebürtigen Moosburger. Und der Mann ist dem Vernehmen nach stadtbekannt: Er hält sich tagsüber in Verkaufsräumen von Bäckereien auf und nächtigt in Vorräumen von Banken oder in den Eingangsbereichen von Geschäften im Umgriff des Rathauses. Auch Julia Pichler, die gleich neben der HypoVereinsbank im Einrichtungsgeschäft ihrer Eltern arbeitet, kennt den Obdachlosen: „Wir haben schon vor einiger Zeit zwei, drei Mal versucht, ihm Hilfe anzubieten – aber er nimmt einfach keine an“, erzählt die 34-Jährige. „Er wollte kein Geld und kein Essen.“ Er habe immer nur gesagt, dass das niemanden etwas angehe. Pichler: „Das, was jetzt passiert ist, ist einfach traurig.“

Auch bei der Moosburger Stadtverwaltung ist das Opfer bestens bekannt: „Er tut uns wirklich leid. Daher haben wir schon die vielfältigsten Versuche unternommen, ihn davon zu überzeugen, eine feste Unterkunft, beispielsweise in einem Obdachlosenheim, zu beziehen“, sagt Geschäftsleiter Josef Mühlberger. „Er hat alles abgelehnt – und Zwangsmaßnahmen können wir ja nicht ergreifen.“

Täterbeschreibung:

Die Kripo Erding bittet unter der Rufnummer (0 81 22) 96 80 um Hinweise aus der Bevölkerung: 

Beide Männer sind zirka 17 Jahre alt und waren mit einem Schal vermummt. 

Der eine Täter ist etwa 1,65 Meter groß und schlank. Er hatte schwarze Haare und trug einen dunklen Kapuzenpulli, eine dunkle, zerrissene Hose, dunkle Boots und Handschuhe. 

Der andere Täter ist zirka 1,80 Meter groß. Er hatte blonde Haare und war mit einem grauen Kapuzenpulli, einer schwarzen Hose, schwarzen Schuhen und Handschuhen bekleidet.

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