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1300 Unterschriften wollen (v. l.) Anton Neumaier, Rudolf Haberkorn, Martin Pschorr und Sebastian Kreitmeier sammeln. Erst dann berät der Stadtrat über das Bürgerbegehren.

Moosburger sammeln Unterschriften

Bürgerbegehren gestartet: Plan-Umbau soll keine Parkplätze kosten 

Moosburg - Der Umbau des Moosburger Plans darf nicht auf Kosten der dortigen Parkplätze erfolgen. Deshalb fordern vier engagierte Bürger im Rahmen eines Bürgerbegehrens Ersatzstellplätze in der Innenstadt. Nun gilt es, 1300 Unterschriften zu sammeln.

Startschuss für ein Bürgerbegehren in Moosburg: dass der „Planumbau erst nach Schaffung von Ersatzstellpätzen in unmittelbarer Innenstadtnähe“ in Angriff genommen werden soll, das fordern SPD-Stadtrat Martin Pschorr und der frühere Moosburger Bürgermeister Anton Neumaier. Unterstützt werden sie in ihrem Anliegen von Sebastian Kreitmeier und Rudolf Haberkorn. Weil im Zuge des Plan-Umbaus die derzeit 70 Stellplätze auf rund 15 bis 20 reduziert werden sollen, befürchten sie eine „massive Schädigung“ für das Mittelzentrum Moosburg. Damit es zu einem Bürgerentscheid kommen kann, sind rund 1300 Unterschriften nötig.

Es sei der einzige Vorteil, den man im Vergleich zu den umliegenden Zentren Freising, Erding und Landshut habe: der „zentrale Parkplatz“ auf dem Plan, sagte Neumaier. Gerade für die Besucher der Volkshochschule, die in erster Linie aus den umliegenden Gemeinden kämen, würden die Plätze fehlen. Im direkten Umfeld der Kirche seien auch Stellplätze für diejenigen Gottesdienstbesucher wichtig, die nicht mehr „so gut zu Fuß“ seien, betonte der Ex-Bürgermeister und Vorsitzende des Moosburger Heimatvereins: „95 Prozent der Mitglieder des Heimatvereins würden eine Umgestaltung des Plans „mit Bedacht“ favorisieren.“

Man habe nichts gegen eine Verschönerung des Plans, so Neumaier, jedoch könne man diese doch auch mit billigeren und kleineren Maßnahmen erzielen. Wo doch die möglichen Kosten und die Finanzierung noch gar nicht bekannt seien. Die Stadt wäre gut beraten, mit einer Entscheidung zu warten, bis die Finanzierungsfrage geklärt sei, waren sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens einig.

Schon mehrfach habe er in seiner Funktion als Stadtrat darauf hingewiesen, auch schon einen Antrag eingereicht, die Umgestaltung des Plans zurückzustellen, sagte Martin Pschorr. Schließlich stünden auch andere kostspielige Projekte an: Der Neubau eines Hallenbads etwa, oder der einer Mensa im Schulzentrum Nord. Beides seien Maßnahmen, die dem Wohle der Kinder zuträglich wären. Was die Plan-Umgestaltung letztendlich koste, sei bisher noch nicht auf den Tisch gelegt worden. Mit zwei bis drei Millionen Euro müsse man wohl rechnen, meinte Neumaier. Und sollte auch ein Parkdeck realisiert werden, mit dem möglicherweise das alte Polizeigebäude an der Leinberger Straße überplant werden soll, so kämen nochmals 1,5 bis 1,8 Millionen Euro dazu. So gut sei die Stadt finanziell doch auch nicht bestellt.

Wichtiger sei es derzeit, so die Bürgerbegehren-Initiatoren, die Verkehrsberuhigung auf dem Stadtplatz und an der Herrnstraße voranzutreiben. Außerdem komme es eine Schildbürgerstreich gleich, den Plan zu sanieren, bevor die Baulücke auf dem Staudinger-Areal geschlossen sei. „Wenn das erschlossen wird, gibt es doch sicherlich auch wieder Schäden auf dem sanierten Platz“, gab Pschorr zu bedenken.

Damit im Moosburger Stadtrat über das Bürgerbegehren abgestimmt werden kann, sind rund 1300 Unterschriften nötig. Unterzeichnet werden können die Unterschriftenlisten ab sofort. Diese liegen in Geschäften aus. Darüber hinaus werde man auch Infostände planen, sagte Pschorr.

Gut zu wissen

Die zentrale Frage bei dem Bürgerbegehren der vier Initiatoren lautet: „Sind Sie dafür, dass mit dem Umbau des Bereichs ,Auf dem Plan‘erst dann begonnen wird, wenn die entfallenen öffentlichen Parkflächen in unmittelbarer Umgebung der Innenstadt (zum Beispiel Alte Polizei, Prüfung einer Tiefgarage auf dem Plan) für diesen Zweck rechtlich gesichert und fertiggestellt sind?“

Maria Martin

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