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Gemeinsam mit den Stadtratskandidaten der Moosburger Linken präsentierte sich Bürgermeister-Bewerber Stefan John (4. v. l.) am Mittwoch der Öffentlichkeit.

Kommunalwahl 2020

Linke nominieren Kandidaten: Stefan John will Bürgermeister in Moosburg werden

Der nächste Kandidat für die Moosburger Bürgermeisterwahl 2020 steht fest: Stefan John möchte den Rathaussessel für die Linke erobern. Er setzt auf soziale Themen.

Moosburg – Nun schaltet auch die Moosburger Linke in den Wahlkampfmodus: In der Nominierungsversammlung ihres Bürgermeister-Bewerbers erhielt am Mittwoch Stefan John das einstimmige Vertrauen. Der 24-Jährige, der derzeit an der TU München studiert, will sich vermehrt für soziale Belange in der Dreirosenstadt einsetzen.

Als Nachfolger von Linken-Stadtrat Johann Zitzlsberger, der sein Amt 2017 aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat und im April 2018 gestorben ist, sieht sich John in der Pflicht, die soziale Gerechtigkeit für alle Bürger voranzutreiben. All jenen, die durch die aktuelle und geplante Politik vernachlässigt oder benachteiligt würden, wolle man eine Stimme geben und für eine Verbesserung ihrer Lage kämpfen.

Forderung nach mehr bezahlbarem Wohnraum

Die Entscheidung des Stadtrats, massive finanzielle Mittel in den Neubau des Hallenbads zu stecken, halte er für falsch, betonte John bei der Aufstellungsversammlung. Wichtiger sei es, Mittel für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in den Haushalt einzustellen. Außerdem setze er sich für die Schaffung eines „Hauses der Begegnung“ ein, in dem Vereine und Verbände einen Veranstaltungsort und Treffpunkt fänden.

Die Linken visieren einen weiteren Platz im Moosburger Stadtrat an. Karin Oberprieler, die auf der Stadtratsliste für die Kommunalwahl 2020 auf Platz zwei kandidiert, sieht sich als Anwältin für Familien. Die zweifache Mutter will sich dafür einbringen, dass familiäres Zusammenleben mit den beruflichen Erfordernissen vereinbart werden kann. Der Ausbau von Mittags- und Ferienbetreuung sowie der Hort- und Spielplätze gehöre dazu.

Für Apotheke und gegen Sparkassen-Schließung in der Neustadt

Als „Antifaschist“ kämpfe er aus Überzeugung für die Schwachen in der Gesellschaft, sagte Alexander Strobl, der auf Platz drei der Liste kandidiert. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander. Konkret wolle er sich unter anderem für die Einrichtung einer Apotheke in der Neustadt einsetzen, betonte der Elektromeister. Stobl machte erst kürzlich von sich reden, als er einen Sekten-Aussteiger-Stammtisch in Moosburg etablierte.

Dass man in der Dreirosenstadt in Würde älter werden kann, dafür wollen sich Helmut Sterr und Sabine Katharina van Lier einsetzen. Älter werden in Moosburg bedeute, nicht nur die „Bürgersteige abzusenken“, so Sterr. Er fordere ein Recht auf kostenfreies Mittagessen für von Altersarmut bedrohte Rentner. „Die, die mehr haben, können dafür etwas abgeben“, meinte er. 

„Auch ich bin für Wachstum“, erklärte Manfred Rauch, der auf Platz zehn kandidiert und damit den letzten Listenplatz der Linken füllt. „Und zwar für Wachstum in der Gesundheits- und Bildungspolitik“, konkretisierte der 65-Jährige. Die Diskussion um den Erhalt der Sabathiel-Baracke als Mahn- und Gedenkort habe er bereits vor vielen Jahren angestoßen. Jetzt seien nur noch Trümmer erhalten, die notdürftig vom endgültigen Verfall bewahrt werden könnten.

Maria Martin

Die Kandidatenliste der Moosburger Linke

1. Stefan John, 2. Karin Oberprieler, 3. Alexander Strobl, 4. Michael Wöss, 5. Susanne Carus-Zitzlsberger, 6. Helmut Sterr, 7. Sabine Katharina van Lier, 8. Ludger Mintrop, 9. Sylvia Strobl, 10. Manfred Rauch.

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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