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Drei Geschäftsfrauen mit neuer Idee: Inge Wantscher, Andrea Baumann-Kaiser und Verena Cohrs (v. l.) haben die Business-Moms Moosburg gegründet. Nicht auf dem Bild: Kairi Uibo-Müggenburg. foto: Bauer

Mini-Messe

Business Moms Moosburg: „Wir wollen mit Klischees aufräumen“

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Die „Business Moms“ haben sich in Moosburg gegründet. Die Gruppe aus Müttern, die gleichzeitig Unternehmerinnen sind, hat sich bei einer Mini-Messe im Elterncafé „EliSu“ vorgestellt. Die Geschäftsfrauen wollen Kräfte bündeln – und mit Klischees aufräumen.

Moosburg – Vier Power-Frauen haben die „Business Moms Moosburg“ (BMM) ins Leben gerufen: Die Inhaberin des Elterncafés „EliSu“, Andrea Baumann-Kaiser, hat mit Verena Cohrs, Inge Wantscher und Kairi Uibo-Müggenburg drei engagierte Mitstreiterinnen gefunden. Sie wollen freiberuflichen und gewerbetreibenden Müttern ein Forum bieten und mit Klischees aufräumen. Bei einer Mini-Messe im Café stellten sie sich vor.

Es gehe ihnen bei dem Projekt Business-Moms vor allem darum, Kräfte zu bündeln. „Zusammen ist man stärker als eine Einzelkämpferin“, sagt Andrea Baumann-Kaiser. Außerdem haben die drei in ihrer Karriere als Mütter und Unternehmerinnen schon viele Erfahrungen gesammelt. Die würden sie gerne weitergeben und im Austausch mit anderen profitieren. Und dann ist da noch ein Anliegen: „Wir wollen mit Klischees aufräumen“, sagt Baumann-Kaiser.

Was sie damit meint? Es sei immer noch eine weitverbreitete Meinung, dass selbstständige Frauen das Muttersein vernachlässigen, als fesche Business-Frau, die die Erziehung einer Nanny überlässt. Die Realität sehe aber anders aus, sagt Baumann-Kaiser. „Es ist eine ganz schöne Doppelbelastung, die man nur gemeinsam als Familie stemmen kann.“ Mit drei Kindern spricht die Cafè-Inhaberin aus Erfahrung. Es gehe um gute Organisation, Zeitmanagement, Notfallpläne und ein stabiles Netzwerk. Und wenn nicht alle an einem Strang ziehen, würde es nicht klappen. In ihrer Familie funktioniere die Kombination von Familie und Beruf aber ganz gut und darauf ist die Unternehmerin stolz. Und so läuft sie an diesem Samstagnachmittag mit einem strahlenden Lächeln durch ihr Café, begrüßt Gäste, kümmert sich um die Ausstellerinnen – und um die ihre Kinder.

Die springen zwischen den Ständen und dem Spielzimmer nebenan hin und her. Die Ausstellerinnen stört das nicht, sie sind ja ebenfalls alle Mütter: Zum Beispiel die Fotografin Astrid Kühle, die sich auf Familienfotografie spezialisiert hat. Seit 14 Jahren macht sie das freiberuflich und zieht außerdem zwei Kinder groß. „Ich finde, diese Initiative ist was richtig Gutes, vor allem hinsichtlich Netzwerkarbeit“, sagt sie. Sie habe lange geglaubt, man müsse als Einzelkämpfer klar- kommen, bis sie in den vergangenen Jahren gelernt hat: Miteinander gehe es besser.

Deswegen haben die „BMM“ auch schon viele Ideen im Kopf, wie sie die Power-Mütter unterstützen können. Zum Beispiel wollen sie die IHK und andere Organisationen mit ihren Beratungsangeboten ins Boot holen. Und so soll langsam eine Plattform für die speziellen Anforderungen und Bedürfnisse der selbstständigen Mütter entstehen. Beim nächsten Verkaufsoffenen Sonntag wollen sie zum Beispiel bereits mit einer Aktion vertreten sein.

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