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Verstärkte Kontrollen in Zeiten drastischer Ausgangsbeschränkungen führt die Polizei Freising durch.

Polizei Freising greift durch

Kontrolle der Ausgangsregeln: Anzeige aus groteskem Anlass - „Nachts ohne Grund unterwegs“

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Die Polizei in Freising macht ernst: Wer sich nicht an die, wegen des Coronavirus verhängten Ausgangsregeln hält, bekommt eine Anzeige.

  • Seit Samstag herrschen in Bayern strikte Ausgangsbeschränkungen.
  • Wer sich nicht daran hält, bekommt eine Anzeige.
  • Die Polizei Freising greift hart durch - auch wenn die Gründe grotesk wirken.


Freising/Moosburg –  Die Polizei in Freising macht ernst: Gegen neun Personen, die gegen die Ausgangsregeln verstoßen haben, wurde ein Verfahren eingeleitet. Die Gründe für die Verstöße sind grotesk bis erschreckend.

Die Polizeiinspektion Moosburg hat am Wochenende gegen neun Personen, die gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen haben, Verfahren eingeleitet. Wie Polizeichef Christian Bidinger berichtete, dass drei Personen gemeinsam beim Waschen ihrer Autos angetroffen wurden. Die drei hatten mit zwei Fahrzeugen eine Waschanlage angesteuert, die per Münzeinwurf in Betrieb geht.

Coronavirus Freising: Anzeige, weil nachts unterwegs?

Ein anderes Trio war in der Öffentlichkeit beim gemütlichen Rauchen einer Wasserpfeife angetroffen worden. Zwei weitere Personen, die nicht miteinander verwandt waren, liefen nachts durch die Stadt – „ohne triftigen Grund“, wie Bidinger betonte.

Der Polizeichef stellte nochmals klar: „Im Wesentlichen gibt es drei triftige Gründe, nach draußen zu gehen: Arbeit, Arzt und Einkaufen.“ Man dürfe zwar auch spazieren, joggen oder mit dem Hund Gassi gehen, aber entweder allein oder nur gemeinsam mit Familienmitgliedern.

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Coronavirus Freising: Zeugen informieren Polizei über heftigen Streit

Die beiden letzten der neun Personen, gegen die Anzeige erstattet wurde, taten selbst alles dafür, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Auf offener Straße kam es in der Nacht zwischen einem Mann und einer Frau zu einem heftigen Streit. Zeugen verständigten daraufhin die Polizei.

Als die Streifenbesatzung anrückte, schrie die verwirrt wirkende Frau sehr laut und griff ihren Begleiter und die Streifenbeamten an, wie Bidinger berichtet. „Aus diesem Grund musste die Frau zunächst gefesselt werden.“ Dabei habe die Frau nach den Beamten getreten und sie auch bespuckt. „Zum Glück ist der Speichel nicht im Gesicht, sondern nur auf der Uniform gelandet, sodass ich im Hinblick auf Corona Entwarnung geben kann“, sagte Bidinger. „Aber klar ist: Auch wir Polizisten sind verwundbar.“ Eine Beamtin wurde aufgrund der Attacken der Frau leicht verletzt.

Coronavirus: Freisinger PI-Chef lobt die Bürger

Solche Szenen blieben der Freisinger Polizei am Wochenende erspart. Beamte der PI führten mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei ab Samstagmorgen viele Kontrollen durch. Geschäfte, Betriebe und öffentlich Plätze wurden überprüft.

Wie die Polizei feststellte, hielten sich die Menschen an die verschärften Bedingungen der Ausgangsbeschränkungen. Das war bis Freitag noch ganz anders. „Es scheint, als hätten sie inzwischen den Ernst der Lange verstanden“, sagte der stellvertretende Freisinger Polizeichef Michael Ertl. „Daher geht ein großes Lob an die Bürger aus unserem Zuständigkeitsbereich.“

Allerdings betonte Ertl auch: „Das schlechte Wetter hat uns am Wochenende in die Karten gespielt. Vielleicht hat das wie eine Art Bremsverstärker auf die angestrebte Reduzierung der Sozialkontakte gewirkt.“ 

Lesen Sie auch: Von Einkaufshilfe bis Lieferservice: Das sind die Angebote im Landkreis Freising. Offener Brief der Auer Pfarrer in Zeiten von Corona: Glocken und Kerzen als Hoffnungszeichen. 

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