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Navis steht auch in Viren-Krise parat: Helfer mit Katastrophenschutz in Kontakt

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Von: Armin Forster

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Das Lager der Moosburger Hilfsorganisation Navis ist gut gefüllt, das Equipment liegt auch in der Corona-Krise bereit. Über 30 Mitglieder haben bereits ihre Hilfe angeboten.
Das Lager der Moosburger Hilfsorganisation Navis ist gut gefüllt, das Equipment liegt auch in der Corona-Krise bereit. Über 30 Mitglieder haben bereits ihre Hilfe angeboten. © Symbolbilder: Navis

In der Corona-Krise will auch die Moosburger Hilfsorganisation Navis einen Beitrag leisten. Dazu haben die Ehrenamtlichen jetzt konkrete Angebote ausgesprochen.

Moosburg – „Schnelle Hilfe ohne Grenzen“: So lautet das Leitmotiv der Moosburger Hilfsorganisation Navis. Dass sie dabei ihren Blick nicht nur ins Ausland richten, haben die Ehrenamtlichen etwa beim Hochwasser-Einsatz in Deggendorf 2013 bewiesen. Auch in der Corona-Krise verfolgen die Verantwortlichen von Navis aufmerksam die hiesigen Entwicklungen.

Innerhalb von wenigen Stunden Dutzende Helfer zu mobilisieren: Was für die Organisation bei lokal begrenzten Katastrophen fast schon Routine ist, funktioniert in der derzeitigen Situation allerdings nicht so leicht, wie der Verein meldet: „Unsere Helfer aus dem medizinischen Bereich sind zur Zeit in ihren Berufen und an ihren Heimatstandorten von Hilfsorganisationen mehr als eingebunden und somit unabkömmlich“, hieß es jüngst in einer Veröffentlichung auf der Facebook-Seite der Organisation. „Daher können wir verständlicherweise nicht davon ausgehen, als Navis e.V. qualifizierte medizinische Hilfe leisten zu können.“ Für die Organisation spiele es keine Rolle, „wo oder wie wir helfen! Wir tun es bereits.“

Selbst der Navis-Chef ist verblüfft über die Rückmeldung der Mitglieder

Wie nun Vorsitzender Wolfgang Wagner mitteilt, hätten sich inzwischen dennoch Wege eröffnet, wie Navis möglicherweise bald die Heimatregion bei der Bewältigung der Pandemie-Herausforderungen unterstützen kann. „Es hat mich selbst etwas gewundert, aber auf unsere interne Anfrage haben sich über 30 Mitglieder gemeldet, die einsatzbereit wären“, freut sich Wagner. 18 von ihnen hätten einen medizinischen Hintergrund, „zum Teil sind es Ruheständler“, berichtet der Navis-Chef.

Darüber hinaus habe sich die Navis-Führungsebene mit den Koordinatoren des Landkreis-Katastrophenschutzstabs sowie Kreisbrandrat Manfred Danner abgestimmt, wie der Moosburger Verein mit seiner Ausrüstung einen Beitrag leisten könne. Wolfgang Wagner: „Wir haben Zelte in verschiedenen Größen angeboten, außerdem unser Feldhospital und diverses weiteres Equipment.“ Das Landratsamt habe darum gebeten, alles zu reservieren, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können. Der Navis-Vorsitzende ist stolz darauf, dass seine Organisation auch jetzt wieder parat steht. Und sagt: „Ob man am Ende unsere Hilfe dann brauchen wird? Ich hoffe nicht.“

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