Ein Abstrich für einen PCR-Test wird von einem Mitarbeiter im Corona-Testzentrum genommen.
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Können getestete Bürger in Moosburg bald für 24 Stunden ein Stück Normalität erlangen - ähnlich wie in Tübingen? Darüber entscheidet bald der Stadtrat. (Symbolfoto)

Antrag der CSU

Corona: Wird Moosburg eine Test-Modellstadt wie Tübingen?

  • vonNico Bauer
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Mit einem negativen Test für 24 Stunden etwas Normalität erleben: Was in Tübingen modellhaft umgesetzt wird, fordert die CSU auch für Moosburg.

Moosburg – Die CSU hat am Montag im Stadtrat in Person von Fraktionschef Rudolf Heinz den Antrag eingereicht, sich als Modellregion für getestete Normalität zu bewerben. Behandelt werden soll das Thema im April.

Heinz präsentierte dem Stadtrat seinen negativen Coronatest und sagte, dass das im Eisstadion eingerichtete Schnelltestzentrum sehr gut funktioniere. Das sei die Basis für eine Modellstadt, in der man negativ getesteten Menschen für 24 Stunden etwas Normalität ermöglichen könne.

Der Bürgermeister ist nicht begeistert

Bürgermeister Josef Dollinger (FW) war nicht wirklich begeistert von der Idee: „Ich sehe das schon differenziert, weil eine Lex Moosburg nicht allen Geschäftsleuten gefallen dürfte. Vieles spricht dafür, aber auch einiges dagegen.“ Johannes Becher (Grüne) stellte sich eher die Frage nach der Chance für Moosburg: „Dieses Tübinger Modell wollen jetzt alle.“ Der Landtagsabgeordnete sah das wesentliche Problem in den Inzidenzwerten. Eine Modellstadt für Normalität mit negativem Test brauche niedrige Zahlen.

Rudolf Heinz (CSU) hat den Antrag eingebracht.

Becher schlug vor, dass die Fraktionsvorsitzenden samt Bürgermeister in den kommenden Tagen in Kontakt bleiben sollten, um dann auf die Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Landtags schnell zu reagieren, wenn sich etwas tue – „und vielleicht wird ja dann auch so ein Mittelzentrum gesucht. Mit unserem Testzentrum sind wir weiter als andere Kommunen.“

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Der Grünen-Vertreter riet den Antragstellern der CSU-Fraktion, ihren eigenen Spitzenpolitiker Florian Herrmann in das Vorhaben miteinzubinden. „Er sitzt ja ganz genau an der Quelle“, sagte Becher über den Chef der Staatskanzlei und Corona-Koordinator, der Moosburg ins Gespräch bringen könnte.

In der Erinnerungs-Debatte um das Stalag VII A in Moosburg wurde jetzt eine Machbarkeitsstudie präsentiert. Parallel dazu machte ein emotionaler Brief die Runde.

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