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Gruppenbild mit Herr: Stadrätin Karin Linz, Ilse Aigner, Stadtrat Georg Hadersdorfer, Bürgermeisterin Anita Meinelt und Ex-MdL Rita Schweiger (v. l.). Alle von der CSU.

Landtagspräsidentin

CSU-Neujahrsempfang: Ilse Aigner zu Besuch beim eigenen Fanclub in Moosburg

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Beim Neujahrsempfang der Moosburger CSU fühlte sich Festrednerin und Landtagspräsidentin Ilse Aigner sichtlich wohl. Auf die CSU sang sie ein Loblied, über die Grünen wurde gelästert.

Moosburg – „Wenn man mal ehrlich ist, dann muss man doch zugeben, dass unser Land blendend dasteht.“ Unser Land – das ist Bayern. Blendend – das bedeute CSU. Die, die das sagt, heißt Ilse Aigner, ist Landtagspräsidentin und an diesem Dienstag Festrednerin beim Neujahrsempfang der Moosburger CSU.

Ilse Aigner fühlt sich sichtlich wohl in der Schäfflerhalle. Sie hält ein Gläschen Sekt in der Hand, plaudert mit vielen Gästen, hört Bürgermeisterin Anita Meinelt im Zwiegespräch aufmerksam zu, trifft viele Bekannte, winkt hierhin, schüttelt dort die Hand. Kein Wunder, hat Aigner doch trotz der nicht so erfolgreichen Landtagswahl gute Nachrichten zu verkünden: „Bayerns große Geschichte“ rühre daher, dass viele Menschen oft an der richtigen Stelle gewesen seien. Freilich: Gerade das vergangene Jahr sei ein schweres gewesen, gibt die Vorsitzende der CSU Oberbayern zu. Und was sich nicht alles getan habe! Vor einem Jahr sei Angela Merkel noch CDU- und Horst Seehofer CSU-Vorsitzender gewesen, und ein Martin Schulz von der SPD sei noch aktiv gewesen – so Aigners Aufzählung, in der der Name Markus Söder nicht vorkommt. So wie in ihrer ganzen Rede nicht.

Die Schäfflerhalle am Viehmarktplatz war gut besucht: Zugpferd war die Festrednerin, Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

Aigner betont, dass über 70 Jahre Frieden in Europa die Grundlage dafür seien, dass es uns so gut gehe. Freilich: Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China, der Brexit – das alles habe Auswirkungen auf die bayerische Wirtschaft. Und dann ist Aigner die bekennende Europäerin: Wer glaube denn, dass Bayerns Wirtschaft alleine bestehen könne? Bei einer Exportrate von 50, teilweise sogar 80 Prozent! Die Europawahl sei also „essenziell wichtig“. Und fast noch wichtiger sei es, dass mit Manfred Weber ein CSU-Mann Spitzenkandidat aller Konservativen in Europa sei.

Die Grünen bezeichnet Ilse Aigner als „putzig“

Spaß am Auftritt hatte Ilse Aigner.

Aigner ist Landtagspräsidentin. Aber sie ist auch CSU. Deshalb lobt sie das, was die CSU alles für Bayern macht und beschließt: „Investitionen in die Zukunft“ seien das. Das alles gehe freilich nur, weil „die Wirtschaft läuft“, sagt die ehemalige Wirtschaftsministerin. Und dann wird Aigner parteipolitisch: Man dürfe sich „vor lauter Ideologie“ nicht den Ast absägen, auf dem man sitze. Gemeint sind die Grünen. „Putzig“ seien die, wenn sie gegen Flugverkehr und Mikroplastik wetterten, dann aber nach Florida fliegen und im Flugzeug mit Plastiklöffeln essen. Immerhin: Katharina Schulze wird namentlich erwähnt, Söder eben nicht.

Für den CSU-Ortsvorsitzenden Florian Bichlmeier gehört Aigner zu den ganz großen Wirtschaftsministern Bayerns, so sagt er zur Eröffnung. Aigner – und das merke man – habe einen anständigen Beruf gelernt und ausgeübt (nämlich Elektrotechnikerin). Ein Prädikat, das dann auch Bürgermeisterin Anita Meinelt für sich beansprucht: „Ich habe auch einen richtigen Beruf gelernt: Bänker.“ Nach Aigners Rede tritt MdB Erich Irlstofer ans Mikro. Und auch er ist ein Aigner-Fan: „Ich bin der auf Lebenszeit gewählte Vorsitzende des Ilse-Aigner-Fanclubs hier“, sagt er. Kein Wunder also, dass es Aigner gut gefällt bei ihren Fans. Auch weil am Ende das „Lied der Bayern“ angestimmt wird.

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