Bilder von Damisch Moosburg in der Stadthalle.
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Legendärer Narrhalla-Ball

Damisch Moosburg: Fetziger Kaiserschmarrn mit Einlage

Moosburg - Damisch Moosburg, das ist immer noch ein Garant für ein ausgelassenes Ballvergnügen und für Lachmuskelkater. Letzteres lag am unsinnigen Donnerstag in der Stadthalle etwa an einer Faschingsgroteske der Ex-Prinzen. Ihre weiblichen Pendants wussten dagegen bei ihrer umjubelten Tanzeinlage mit Anmut und Grazie zu überzeugen.

„Ziggi Zam, ziggi Zam ja wos sogst denn da – Wassi wassi Tscheng Kakadu Kakada“, stand auf Handzetteln, die beim Auftakt zur traditionellen „Damisch Moosburg“-Trilogie reihum auf den Tischen verteilt lagen. Wer bloß „Bahnhof“ verstand, der musste nur warten, bis das Moderatoren-Pärchen Katrin Rus und Udo Lehr auf den skurrilen Spickzettel für das Publikum zu sprechen kamen. Des Rätsels Lösung war: Es handelte sich um einen Refrain und die Aufforderung zum Mitsingen bei einer humoristischen Einlage der Exprinzen Hans Kiermeier und Wolfgang Mehringer, die als Geishas auftraten.

Das Lied passte wie die Faust aufs Auge eines Programmpunkts, der unter dem Titel „Chinesischer Kaiserschmarrn“ lief. Und bei dem blieb kein Auge trocken. Gut ein Dutzend Ex-Prinzen zogen in die Stadthalle ein, verkleidet als Chinesen und Dschingis-Khan-Krieger. Im Schlepptau hatten sie eine Sänfte mit einer leibhaftigen Kaiserin (Heini Heinz). Es traten unter anderem die drei Chinesen mit dem Kontrabass, ein „Kung-Fu-Panda“-Tanzbär sowie drei aberwitzige „Köche des Wahnsinns“ auf. Ein Sammelsurium aus Klischees, aber auch eine Fetzengaudi, wie sich herausstellen sollte.

Dick & Doof hätten es nämlich beim Kaiserschmarrn-Kochen nicht besser machen können. Sepp Birnkammer und Martin Neu drehten ordentlich auf: Sie fuchtelten wie wild mit Messern herum, schlugen Topfdeckel wie Orchesterbecken aufeinander und warfen mit Teig nur so um sich. Am Ende ging die ganze chinesische Küche über die Bühne und knallte samt Utensilien auf das Tanzparkett. Tosender Beifall begleitete die Komik-Köche bis hinter die Kulissen. Ein Lacherfolg, der schwer zu toppen war.

Allenfalls von einem sinnig in Szene gesetzten Happy-End der chinesischen Klamotte, bei der sich die Kaiserin von ihrem Herrn und Gebieter, dem Kaiser (Olivier Riedl) trennte, indem sie dem Werben von Dschingis Khan (Martin Mayer) nachgab. Dem Kaiser kam das ganz gelegen. Er kokettierte ungeniert mit dem Konfuzius-Darsteller Gelu George. Der Auftritt der Ex-Prinzessinnen war dagegen unverfänglich, aber nicht weniger temperamentvoll. Ohne Zugabe ließ das Publikum die Tänzerinnen nicht aus der Pflicht, die eigentlich eine Kür war.

Alexander Fischer

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