An der Münchener Straße

Debatte um Bauvorhaben am Moosburger Ortseingang

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Moosburg – Im März dieses Jahres hatte der Moosburger Bauausschuss einen Vorbescheid für drei Wohngebäude an der Münchener Straße erteilt. Den entsprechenden Bauantrag hat das Gremium aber am Montag abgelehnt. Der Grund: Die Planungen haben sich inzwischen geändert. Der neuen Version konnten die Räte nicht zustimmen. Und dann ist da noch die Sache mit der Mauer.

Drei Wohngebäude mit insgesamt 15 Wohneinheiten sollen an der Münchener Straße errichtet werden. Daran hat auch niemand etwas auszusetzen. Anders dagegen sieht es hinsichtlich der geplanten Zufahrt zur Tiefgarage aus. Die hat sich seit dem Vorbescheid in den Planungen geändert, wurde direkt in eine im Flächennutzungsplan als Grüngürtel festgeschriebene Hangkante hineinverlegt. 

Martin Pschorr (SPD) war „überrascht“ vom Vorgehen der Antragssteller. Und da war er nicht der Einzige im Ausschuss. Auch Alfred Wagner (Grüne) betonte, dass er den aktuellen Planungen in einem Vorbescheid nicht zugestimmt hätte. Nachbarn hatten ebenfalls bereits ihre Bedenken bei der Stadt über die neuen Planungen geäußert.

Direkt an die Zufahrt zur Tiefgarage schließt sich eine bereits errichtete Mauer an. Und auch die sorgte für Diskussion im Gremium. „Wie ist die zustande gekommen?“, fragte sich Erwin Köhler (UMB) und fügte an: „Die Planer haben kein Gefühl für Landschaft und unseren Stadteingang.“ Er wurde sogar noch deutlicher und sprach von einer „Vergewaltigung“ des Geländes.

Beubl: „Das wäre dann ein Schwarzbau“

Tatsächlich darf eine Mauer von bis zu zwei Metern Höhe ohne Genehmigung errichtet werden. Im Außenbereich braucht es für jede Art von Stützmauer eine Genehmigung, ganz gleich welche Höhe diese hat. Jetzt will die Stadt durch das Landratsamt prüfen lassen, ob die Mauer in den Innen- oder in den Außenbereich fällt. Wobei sie laut Hans Reif (FW) ohnehin die genehmigungsfreie Höhe überschreiten würde. Er selbst habe eine Höhe von 2,60 Metern gemessen. „Das wäre dann ein Schwarzbau“, sagte Gerhard Beubl (SPD). Das Gremium war sich einig und folgte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung: Der vorliegende Antrag wurde abgelehnt.

Rubriklistenbild: © dpa

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