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Die Holzarbeiten von Albin Zauner werden von Stadträtin Evi Altenbeck bestaunt.

Kunstwochenende im Zehentstadel

Dreidimensionale Stadelkunst

Der Moosburger Zehentstadel ist ein beliebter Ort für Kunstausstellungen. Am Wochenende ging dort laut Kulturreferent Rudi Heinz die bedeutendste Ausstellung im Landkreis über die Bühne. 

Moosburg – Bereits zum 21. Mal verwandelten Künstler aus ganz Bayern am Wochenende den Moosburger Zehentstadel in eine interessante Galerie. Beim traditionellen Kunstwochenende, das auch heuer wieder von den Altstadtförderern Moosburg ausgerichtet wurde, standen – neben Malerei und Zeichnung – dreidimensionale Arbeiten im Mittelpunkt: Skulpturen aus Holz, Plastiken, Objekte, Hologramme und Papierkunst. Mit transparentem Material experimentiert Giovanna Valli. Die Münchner Künstlerin, die mit ihren Arbeiten schon bei der Biennale in Venedig vertreten war, bedient sich für ihre Kunst eines zeitgenössischen Materials, dem in unserer Gesellschaft ein eher negatives Image anhaftet: recyclebare Flaschen, von denen zigtausende in der Welt verkauft werden. Das unverrottbare Material ist für sie Basis neuer Ausdrucksformen. In einer ihrer Wandinstallationen überlagern sich Teile von Plastikflaschen, die in ihrem Inneren auf Folie gezeichnete Körper beherbergen. Mit Spiegelfolie unterlegt, ergeben sich Verzerrungen: eine ganz eigene Ästhetik, die sehr zum Nachdenken über achtlos weggeworfene Flaschen anregt.

Mit Elizabeth Thallauer präsentierte sich eine Künstlerin, die aus leichten schwebenden Kunststofffolien Skulpturen schafft, die auf feinste Luftbewegungen reagieren. Fast gespenstisch wirkten die grellbunt gestaltetet Objekte, die von den Gästen der Vernissage am Freitag Abend interessiert begutachtet wurden.

Einen Gegenpol hierzu bildeten die eher geometrischen Papierarbeiten von Wolfgang Zeilbeck, wie dies die Vorsitzende der Altstadtförderer, Daniela Eiden, in ihrer Laudatio formulierte.

Albin Zauners Holzarbeiten überraschten durch Ungewohntes: Die beim Schnitzen entstandenen Späne arbeitet der aus Dorfen stammende Künstler wieder in seine Figuren ein. Sehr ausdrucksstark auch die Zeichnungen und Gemälde der Augsburger Malerin Johanna Schreiner, die sie oft spontan skizziert. Voll des Lobs war Kulturreferent Rudi Heinz über die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen. Das Kunstwochenende habe sich als bedeutendste Ausstellung im Landkreis etabliert. Am Samstag lasen Schüler aus Moosburg und Freising aus ihren Werken.

Maria Martin

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