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Bereits Anfang September soll die Sparkassen-Filiale in der Neustadt geschlossen werden.

Unmut über bevorstehende Zweigstellen-Schließung

Dringender Appell von Sparkassen-Kunden: „Wir wollen die Filiale behalten“

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Die geplante Schließung der Sparkassen-Filiale in der Moosburger Neustadt sorgt für Aufregung: Auf Facebook etwa häufen sich die Unmutsäußerungen, die möglicherweise in einer Unterschriftenaktion gipfeln könnten.

Moosburg– Alexander Strobl aus Moosburg ist verärgert: Vor etwa eineinhalb Jahren wurden die Öffnungszeiten in der Sparkassen-Filiale in der Neustadt von fünf auf zwei Tage reduziert, nun also soll die Zweigstelle komplett geschlossen werden (wir haben berichtet). Doch das will der zweifache Familienvater nicht so einfach hinnehmen: „Wir Moosburger Bürger wollen die Filiale der Sparkasse in der Neustadt behalten“, sagt er und hat das auch genau so den Verantwortlichen des Geldinstituts geschrieben. Online-Banking hin, Hauptstelle in der Innenstadt her: Für Alexander Strobl ist ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort immens wichtig: „Nichts, wirklich gar nichts ersetzt ein persönliches Gespräch mit seinem Finanzberater.“ Und in der Neustadt-Filiale seien „sehr kompetente und sehr freundliche Leute“, erzählt er im FT-Gespräch. Für den Service vor Ort „zahle ich dann auch gerne meine Gebühren“.

In dem Schreiben an die Bank heißt es weiter: „Die Sparkasse Moosburg ist ein starker Partner in einer starken Region. Und als solche erwarten wir die Erhaltung der Filiale in der Neustadt. Wir wollen nicht dasselbe Schicksal wie die Bonau erleiden.“ Und abschließend heißt es: „Wenn bei Ihnen der Mensch im Mittelpunkt steht, so überdenken Sie bitte Ihre Entscheidung.“

Laut Strobl soll die Neustadt-Filiale bereits am 3. September geschlossen werden – eine entsprechende Info sei ihm zumindest am Montag beim Geldautomaten angezeigt worden. Viel Zeit bleibt also nicht, etwas zu bewirken. „Die Hoffnung ist gering, aber sie ist da.“ Für Alexander Strobl bleibt vorerst abzuwarten, ob oder wie die Sparkasse auf sein Schreiben reagiert. Davon macht es der Moosburger letztlich auch abhängig, ob er eine Unterschriftenaktion starten wird.

Das Vorhaben unterstützen würde sicherlich Katharina Julia Wetzl: „Mir ist es auch wichtig, einen persönlichen Ansprechpartner zu haben“, schreibt die 22-Jährige auf Facebook – und das, obwohl sie selbst Online-Banking nutzt – allerdings erst, seitdem „in der Neustadt die Geschäftszeiten so blöd gelegt wurden“. Apropos Online-Banking: „Das hat man erst meiner Oma empfohlen, dass sie doch bitte umsteigen soll. Meine Oma ist jetzt 69 und wird sicher nicht mehr auf sowas umsteigen“, erzählt Wetzl.

Einer, der mit 69 Jahren seine Bankgeschäfte ausschließlich online erledigt, ist Rudi Linz, Mitglied im Moosburger Seniorenbeirat. „Mich selber betrifft die Schließung der Filiale nicht, weil ich Online-Banking mache.“ Jedoch: Für andere Senioren „sehe ich das schon als Problem“. Linz weiß, dass Online-Kunden wie er „schuld an der Schließung von den Filialen“ seien.

Entspannt ob der bevorstehenden Schließung ist auch Stefan Hany, der mitten in der Moosburger Neustadt wohnt: „Mir persönlich macht die Schließung nichts aus – ich erledige schon immer alles in der Innenstadt“, sagt der rüstige Rentner.

Für Alexander Strobl steht hingegen fest: „Die Sparkasse steht für Bürgernähe und für Verwurzelung in der Region. Und diese muss sich auch in der Wahl der Standorte widerspiegeln.“ Denn, und da ist sich der Moosburger sicher: „Wir wären niemals Kunden geworden, ohne die hervorragende Beratung und die örtliche Nähe der Filiale.“

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