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So soll das geplante Wohnareal im Norden der Neustadt aussehen.

In der Neustadt

E-Auto inklusive: Revolutionäre Wohnanlage in Moosburg geplant

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Mit Kita, viel Grün und Car-Sharing: In Moosburgs Norden soll ein unkonventionelles Wohnareal entstehen. Das Energie-Konzept der Siedlung zielt auf Autarkie ab - und kam bei der Präsentation gut an.

Moosburg - Es könnte ein Leuchtturmprojekt für die Solarstadt Moosburg werden. So nannte jedenfalls Michael Stanglmaier (Grüne) die geplante Wohnanlage „Sonnenhäuser CS“ am Rande der Neustadt. In der jüngsten Stadtratssitzung stellten Citrin-Solar-Chef Hanns Koller und Architekt Rudolf Heinz die Planungen vor. Und dem Rat gefiel’s.

Direkt neben dem Firmengelände von Citrin Solar soll eine nachhaltige Wohnsiedlung entstehen, die in vielerlei Hinsicht Vorzeigecharakter hat. Bauherr ist die CS Wohnbau UG & Co. KG, eine Partnergesellschaft von Citrin Solar. Auf dem Nachbargrundstück des Unternehmens, das ebenfalls in dessen Besitz ist, wird laut Citrin-Geschäftsführer Michael Ganslmeier ein „Pilotprojekt“ aus energetischer Sicht entstehen. „Ich glaube nicht, dass es so etwas in dieser Form schon gibt“, sagte er.

Über 100 Bäume sollen in der Siedlung gepflanzt werden

Außergewöhnlich ist das Projekt, das auf 10.500 Quadratmetern entstehen wird, in vielerlei Hinsicht. So soll die gesamte Siedlung aus mit Photovoltaik-Modulen bestückten Sonnenhäusern bestehen. Zwei Mehrfamilienhäuser mit kleineren Wohneinheiten sowie Doppel- und Einzelhäuser sind auf dem Gelände an der Grenze zum Landschaftsschutzgebiet Isartal angedacht. 

Die Bebauung soll laut Architekt und CSU-Stadtrat Rudolf Heinz an die Umgebungsbebauung angepasst sein, aber deutlich aufgelockerter wirken – und vor allem stark begrünt sein. „Über 100 Bäume werden gepflanzt“, sagte Heinz. Auch, um den Übergang zu den Isarauen weich zu gestalten. Neben Wohnbebauung findet im Konzept der Wohnbau CS auch eine Kita auf dem Gelände Platz. Das gefiel Gerhard Beubl (SPD): „Die soziale Bodennutzung finde ich ausgesprochen gut“, sagte er und lobte die Kita auch im Hinblick auf den stetig steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadt.

Car-Sharing: Eigenes Elektroauto für die Bewohner 

Das energetische Konzept der Siedlung zielt auf Autarkie ab. Mit dem auf dem Firmengelände betriebenen Biomasse-Heizkraftwerk findet die Wärmeversorgung mittels eines Mikro-Nahwärmenetzes statt. Strom produzieren die Häuser selbst durch die Module auf dem Dach, zusätzlich ist jedes Haus mit einem eigenen Speicher ausgestattet. Das Energiekonzept sieht aber noch einen weiteren neuartigen Aspekt vor: Jedes Haus ist mit einem Anschluss für Schnell-Ladesäulen für Elektroautos ausgestattet, so dass die Bewohner optional eine Ladesäule installieren können. Außerdem steht der Siedlung ein eigenes Elektroauto zur Verfügung, das die Bewohner per Car-Sharing nutzen können.

Die Meinungen im Stadtrat zu diesem innovativen Bauvorhaben waren durchweg positiv. Bürgermeisterin Anita Meinelt betonte, dass diese Wohnsiedlung gut zum Image Moosburgs als Solarstadt passen würde.

Nachdem nun der Stadtrat einstimmig Grünes Licht für die nächsten Schritte gegeben hat, wollen die Bauherren laut Koller „zügig dabei bleiben“, das Projekt weiterzuentwickeln. Wenn alles glatt laufe, könne man laut Ganslmeier bereits Anfang kommenden Jahres mit der Umsetzung beginnen.

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