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Komplett unter Wasser stand das Auto, das nach einer Party in die Amper gerollt ist. Zum Glück war das Ganze nur eine Übung. Trotzdem war die Wasserwacht gefordert, die Personen aus dem Fahrzeug zu befreien.

Großübung von FFW, Wasserwacht und BRK Moosburg

Einsatz in der Amper fordert Rettungskräfte

Nach einer Party ist ein Pkw mit vier Insassen in die Amper gestürzt. Eine Person wurde aus dem Fahrzeug geschwemmt, zwei steckten im Auto fest, eine vierte wurde vermisst. Was wie ein Horror-Unfall klingt, war zum Glück nur eine Übung. Trotzdem waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und BRK-Bereitschaft Moosburg gefordert.

MoosburgEin Horror-Szenario hatten sich Martin Hofmann von der Wasserwacht Moosburg und Christian Gunesch von der Feuerwehr Moosburg für die Großübung ausgedacht: Nach einer Party am Pillhofener Amperwehr ist ein Pkw mit mehreren Insassen in die Amper gerollt. Zwei der vier im Fahrzeug vermuteten Verunglückten konnten sich nicht mehr selbst befreien und drohten zu ertrinken. Eine Person wurde bereits aus dem Fahrzeug geschwemmt und trieb ab, ein weiterer Insasse wurde vermisst. Nachdem noch anwesende Partygäste die 112 angerufen und damit Rettungsdienst und Feuerwehr verständigt hatten, so das Übungsszenario, rückten die Einsatzkräfte an. Die FFW Moosburg eilte mit sechs Fahrzeugen und dem Motorboot zum Unglücksort, die Wasserwacht mit dem Einsatzzug und die BRK-Bereitschaft mit einem Rettungs- und einem Krankenwagen.

Nachdem sich die Rettungskräfte einen Überblick verschafft hatten, wurden die Aaufgaben verteilt: Während die Feuerwehr einen Lastenzug zum sichern des verunfallten Fahrzeugs und eine Öl-Sperre für die auslaufenden Betriebsmittel aufbaute, zogen sich die Wasserwachtler ihre Tauchausrüstung an, um die verunglückten Personen aus dem Fahrzeug zu retten. Nach der Rettungsaktion, bei der Übungsdummys zum Einsatz kamen, suchten die Schwimmer stromabwärts die Amper nach den Vermissten ab. Das Motorboot der Feuerwehr konnte die Amper stromaufwärts nur maximal 150 Meter absuchen und musste dann, aufgrund der geringen Wassertiefe, die Suche einstellen. Die Feuerwehr zog schließlich das verunglückte Fahrzeug unter Einsatz einer Seilzugvorrichtung aus dem Wasser.

An der BRK-Bereitschaft Moosburg lag es schließlich, die Verletzten zu versorgen, wobei bei einer Person (Übungsdummy) eine Herz-Druck-Massage durchgeführt werden musste.

Nach der Übung trafen sich alle Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus in Moosburg, wo die Übung nachbesprochen wurde. Und alle waren sich einig, dass solche gemeinsamen Übungen künftig öfter durchgeführt werden sollen. Denn Ziel solcher Übungen ist es, die Zusammenarbeit und die Abstimmung der einzelnen Rettungsorganisationen zu vertiefen und eventuell zu verbessern.

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