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Kandidaten gesucht: Moosburger Seniorenbeirat möchte erfolgreiche Arbeit fortsetzen

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Von: Andrea Hermann

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Auf die Ruhebank am Friedhof ist der Moosburger Seniorenbeirat stolz. Die Ruhebänke sind nur ein Projekt von vielen, die das ehrenamtliche Gremium angestoßen hat - zur Freude von Seniorenreferentin Karin Linz (stehend, l.).
Auf die Ruhebank am Friedhof ist der Moosburger Seniorenbeirat stolz. Die Ruhebänke sind nur ein Projekt von vielen, die das ehrenamtliche Gremium angestoßen hat - zur Freude von Seniorenreferentin Karin Linz (stehend, l.). © Archiv: John

Ein unverzichtbares Gremium für die Stadt Moosburg ist der Seniorenbeirat. Damit die Arbeit weitergeht, werden derzeit engagierte Senioren gesucht, sagt Seniorenreferentin Karin Linz im Interview.

Moosburg – Seit 19 Jahren setzt sich der Seniorenbeirat der Stadt Moosburg für die Belange der älteren Generation ein – mit Erfolg. Im Herbst wird das ehrenamtliche Gremium, das am 5. August 2003 gegründet worden ist, neu gewählt. Stadträtin und Seniorenreferentin Karin Linz hofft, dass sich wieder Kandidaten finden, damit die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann – und Moosburg für ältere Bürger „liebens- und lebenswert“ bleibt.

Seit knapp 20 Jahren gibt es den Seniorenbeirat in Moosburg. Wie wichtig ist dieses Gremium für die Stadt?

Der Seniorenbeirat ist ein sehr wichtiger Teil der Stadt Moosburg. Unsere Angebote werden sehr gut angenommen. Wir können uns nicht vorstellen, dass es keinen Seniorenbeirat mehr gibt. Aber es ist immer sehr schwer, Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, um weiterzumachen.

Ist das ein Problem, das nur Moosburg hat, oder beobachten Sie das in anderen Gemeinden auch?

Das ist in Moosburg so. In Hallbergmoos beispielsweise sind so viele Kandidaten da, dass die auswählen können und müssen.

Was genau macht denn der Seniorenbeirat?

Wir wollen Moosburg für die ältere Generation liebens- und lebenswert machen. Da gehört etwa die Barrierefreiheit dazu – da sind wir auch schon einen großen Schritt vorangekommen. Wir haben zum Beispiel eine Liste mit Gaststätten, Apotheken und Ärzten erstellt, die alle barrierefrei sind. Auch die Absenkung von Kopfsteinpflaster, die Errichtung von Ruhebänken und das Anbringen fehlender Handläufe sind Themen.

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Kurzum: Sie setzten sich für die Belange der Senioren ein.

Genau. Der Seniorenbeirat agiert als Lotse zwischen älteren Menschen und Stadtrat, Stadtverwaltung, sozialen Verbänden und Einrichtungen, bietet regelmäßige Sprechstunden zur Information und Beratung älterer Menschen über Hilfsangebote an. Zum Beispiel macht die Vorsitzende Dr. Dagmar Seghutera ehrenamtlich Wohnberatung zum barrierefreien Umbau.

Es gab auch schon einmal ein Projekt mit Jugendlichen, oder?

Richtig! Es gab schon mal ein Schulprojekt, in dem Siebtklässler den älteren Mitbürgern den Umgang mit Handy und Tablet gezeigt haben.

Wie seniorenfreundlich ist Moosburg mittlerweile?

Es wurde zwar schon viel erreicht, aber es gibt auch noch viel zu tun. Ich denke da etwa an ein Quartiersmanagement. Wenn zum Beispiel ältere Leute eine größere Wohnung gegen eine kleinere tauschen wollen: Hier wäre es gut, wenn ein Quartiersmanager in der Stadt angesiedelt ist, der das alles koordiniert – auch mit Blick auf junge Familien.

Was steht auf Ihrer persönlichen To-do-Liste?

Mir schwebt ein Mehrgenerationenhaus vor – das würde ich mit Unterstützung von Stadtratskollegen in dieser Legislaturperiode gerne anstoßen. Wenn da mehrere Leute an einem Strang ziehen, ist das besser.

Wer darf beim Seniorenbeirat mitarbeiten?

Man muss in Moosburg wohnen und mindestens 60 Jahre alt sein. Sonst gibt es keinerlei Hindernisse – weder die Religion, die Partei oder sonst etwas. Alles ist erlaubt.

Wie aufwändig ist die Arbeit im Seniorenbeirat?

Jeden Monat ist eine Sitzung – die dauert meistens eine Stunde. Und dann gibt es noch einzelne Aufgaben: Mein Mann kümmert sich beispielsweise ums Internet, und wir brauchen einen Schriftführer. Einen Kassier benötigen wir nicht – alles, was die Finanzen betrifft, läuft über die Stadt Moosburg. Wenn Veranstaltungen stattfinden, werden die Aufgaben verteilt. Eine gewisse Zeit muss man schon aufbringen, aber es ist für jeden machbar.

Wann genau findet die Wahl statt?

Der Termin steht noch nicht fest. Aber im Herbst werden wir die Wahl durchführen. Wir brauchen wieder sechs Kandidaten, die für drei Jahre gewählt werden.

Was ist Ihr Wunsch für den Seniorenbeirat?

Dass die Zusammenarbeit so gut weiterläuft wie bisher – das ist mein größter Wunsch. Alles andere ergibt sich im Laufe der Zeit.

Gut zu wissen:

Der Seniorenbeirat ist seit der Gründung 2003 aktiver Bestandteil der Kommunalpolitik in Moosburg. Er ist ein parteiunabhängiges, konfessionell ungebundenes und ehrenamtliches Gremium, das von Moosburgern, die 60 Jahre oder älter sind, gewählt wird. Der Seniorenbeirat besteht aus sechs Personen, die aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden wählen. Gewählt wird alle drei Jahre. Bewerbungen nimmt Seniorenreferentin Karin Linz bis September unter Tel. (0 87 61) 7 03 09, Fax (0 87 61) 7 03 63 oder per E-Mail an mail@karin-linz.de entgegen. Weitere Informationen zum Seniorenbeirat gibt‘s im Internet unter www.seniorenbeirat-moosburg.de.

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