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Stehen parat für den Ernstfall: Die Helfer der Moosburger Organisation Navis. In unserem Archivbild zu sehen: Vorsitzender Wolfgang Wagner (l.) und stellvertretender Technik-Leiter Robert Weber.

Moosburger Helfer innerhalb von Stunden einsatzbereit

Erdbeben in Ecuador: Navis wartet auf den einen Anruf

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Moosburg - Nach dem verheerenden Erdbeben verfolgt die Moosburger Hilfsorganisation Navis intensiv die Lage in Ecuador. Im Gespräch mit dem FT sagt Vorsitzender Wolfgang Wagner: "Wir warten nur auf den einen Anruf."

Die Bilder von verletzten Menschen und zerstörten Städten nach dem verheerenden Erdbeben in Ecuador sorgen für große Betroffenheit. Und beschäftigen jetzt auch die Mitglieder der Moosburger Hilfsorganisation Navis. Auf Facebook veröffentlichten die Ehrenamtlichen folgende Nachricht: „Wir beobachten die Lage und die weitere Entwicklung nach dem schweren Erdbeben in Ecuador.“ Das FT hat dazu mit Vorsitzendem Wolfgang Wagner gesprochen:

-Herr Wagner, die Auswirkungen des Erdbebens in Ecuador sind dramatisch. Wie wahrscheinlich ist ein Navis-Einsatz in der betroffenen Region?

Momentan sagt mir mein Gefühl, dass die Tendenz dafür genau bei 50:50 steht. Ich bin eigentlich mehr dafür, dass wir starten, als hierzubleiben. Aber wir werden nicht den Fehler machen, wie er etwa einer anderen Organisation passiert ist: Die ist nach dem Erdbeben in Japan mit zwölf Mann losgeflogen – und musste schon in der Ankunftshalle feststellen, dass sie nicht gebraucht wird. Wir wollen auf keinen Fall unsere wertvollen Spendengelder verbraten.

-Wie muss man sich das vorstellen: Sitzen Sie den halben Tag vor dem Fernseher und prüfen die Nachrichtenlage?

Wir stehen im telefonischen Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und haben auch der ecuadorianischen Botschaft unsere Hilfe angeboten. Die hat sich bedankt, jedoch lautete die Antwort, dass das Land die Lage derzeit im Griff habe. Das Militär ist ja mittlerweile im Einsatz, die Todesfälle – so tragisch sie sind – halten sich bislang in Grenzen. Darauf konzentriert sich unsere Arbeit aber ohnehin nicht: Unsere Fälle sind mehr die Verletzten. Ich habe den Verantwortlichen mitgeteilt, dass wir zur medizinischen Hilfe auch leistungsfähige Anlagen anbieten können, um die Bevölkerung bei einer Notlage mit Trinkwasser zu versorgen.

-Wie schnell könnte Navis denn ausrücken?

Beim Militär würde man sagen: Wir stehen Gewehr bei Fuß. Unsere Mitglieder fragen ständig nach, wie es aussieht, die Telefondrähte glühen. Wir hätten bereits eine komplette Helferschaft beisammen, die sofort loslegen könnte – innerhalb von wenigen Stunden. Dann würden wir unser Fact Finding Team vorschicken, und während das die Lage erkundet, werden zuhause das Equipment verladen und das erste Einsatzteam zusammengestellt. Wir warten also nur auf den Hilferuf.

Wenn Sie die Arbeit der Hilfsorganisation unterstützen möchten, finden Sie hier die Spendenkonten

Hier lesen Sie mehr zur Erdbebenkatastrophe in Ecuador.

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