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Wollen sich für Moosburgs Bahnhof starkmachen: (v. l.) Vorsitzender Michael Schweiger, Bezirkstagskandidat Franz-Josef Bachhuber, Kevin Kill, Maria Spettmann, Kreis-Vorsitzender Martin Alberti, Daniel Völker und kommunalpolitischer Sprecher Matthias Spettmann vom FDP-Ortsverband Moosburg-Hallertau.

DB schiebt Verkauf auf lange Bank

FDP-Kritik an Bahnhof Moosburg: „Bürger im Regen stehen gelassen“

Bei ihrem Bürgertreff haben hiesige FDP-Vertreter Verbesserungen für den Moosburger Bahnhof gefordert – und angekündigt, sich dafür persönlich einsetzen zu wollen. Derweil gibt es für Bahnkunden schlechte Nachrichten aus dem Moosburger Rathaus.

Moosburg – Sie wollen „Nägel mit Köpfen“ machen: Beim liberalen Bürgertreff des FDP-Ortsverbands Moosburg-Hallertau kündigten die Mitglieder am Dienstag Maßnahmen an, um die desolate Situation am Moosburger Bahnhof so bald als möglich zu verbessern. Bezirkstagskandidat Franz Josef Bachhuber betonte: „Wir suchen demnächst das persönliche Gespräch mit den zuständigen Bahnsprechern.“

Der Bahnhof fristet seit vielen Jahren ein trauriges Dasein. Die WC-Anlagen, Fahrradstellplätze oder der Wartebereich an den Bushaltestellen sind alles andere als attraktiv. Dabei ist Moosburg die Bahnstation außerhalb eines S-Bahn-Bereiches, die deutschlandweit am meisten frequentiert ist. Ob man mit dem Neubau überhaupt noch rechnen könne, das stehe in den Sternen, meinten die anwesenden Liberalen. Zwei Jahre sei es her, als sich diesbezüglich ein Silberstreifen am Horizont abgezeichnet habe. Empfangsgebäude samt Grundstücke sollten an einen privaten Investor veräußert werden, der die Pläne, welche die Bahn schon bezüglich eines Abrisses der alten Anlage entwickelt hatte, umsetzen hätte sollen. Doch seitdem tue sich nichts am Bahnhof.

DB will Bahnhof frühestens im Jahr 2020 verkaufen

Die Bürger und Nutzer der Bahn hätten eh schon resigniert, glaubt Matthias Spettmann. Der kommunalpolitischer Sprecher des FDP-Ortsverbands Moosburg-Hallertau sah es als Pflicht der Stadt Moosburg an, sich zumindest um kleinere Verbesserungen zu kümmern. Dass die Bushäuschen kein Dach hätten, das sei untragbar. „Die Bürger werden im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen gelassen“, lautete die einhellige Meinung am Stammtisch. 

Freilich erschwerten die unterschiedlichen Zuständigkeiten bei der Bahn AG eine vernünftige Diskussion. Doch um kleinere Verbesserungen, wie etwa ein regensicherer Unterstand an den Bushaltestellen, das könne doch mit gutem Willen erreicht werden. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Stadt hier Verantwortung übernimmt“, betonte Spettmann. In einer der kommenden Stadtratssitzung wollen die Liberalen vor Ort sein, um sich beim Tagesordnungspunkt „Bürgeranfragen“ diesbezüglich zu Wort zu melden.

Bereits im Januar habe man eine Anfrage an die Bahn gestellt, die ja als Herr des Verfahrens für den Bahnhof zuständig sei, berichtete Moosburgs Verwaltungschef Josef Mühlbauer am Mittwoch auf FT-Nachfrage. Die Auskunft, die die Stadt daraufhin erhalten habe: Nach dem Verzicht des angedachten Abrisses befinde sich das Areal wieder im sogenannten Verkaufsportfolio, zitierte Mühlberger aus der E-Mail. Die Veräußerung des Areals sei jedoch frühestens für 2020 ins Auge gefasst.

Maria Martin

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