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Wollen die FDP gemeinsam voranbringen: (v. l.) Michael Schweiger (Ortsvorsitzender Moosburg/Hallertau), Thomas Neudert (Bundestagskandidat Wahlkreis Freising), Franz Josef Bachhuber, Martin Alberti (Kreisvorsitzender Freising) und Jimmy Schulz (Bezirksvorsitzender Oberbayern).

Ex-Pirat Franz Josef Bachhuber jetzt bei den Freien Demokraten

FDP Moosburg/Hallertau holt streitbaren Querdenker ins Boot

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Moosburg - Franz Josef Bachhuber ist eine streitbare Persönlichkeit und positioniert sich gerne öffentlichkeitswirksam. Nun hat der Ex-Piratenchef eine neue politische Heimat gefunden: bei der FDP.

Wohlwollend formuliert könnte man Franz Josef Bachhuber als leidenschaftlichen Querdenker betiteln. Kritiker sehen in dem Moosburger hingegen einen notorischen Verschwörungstheoretiker. Verbreitet er doch via Facebook hartnäckig die „Chemtrails“-These, wonach Flugzeuge keine harmlosen Kondensstreifen ausstoßen, sondern hochgiftige Chemiewolken, die – geduldet oder gar befohlen von Regierungen – über der Menschheit versprüht würden. Und die Mondlandung? Laut Bachhuber war die ebenso zweifelhaft wie die Tatsache, dass der Mond leuchtet, weil er von der Sonne angestrahlt wird. Seiner Vermutung nach sende der Mond eigenständig Licht aus.

Streitbar ist der studierte Nachrichtentechniker auch wegen seiner extremen Kritik in Bezug auf Funkwellenbelastung in Moosburg. So hat er sich über die Jahre immer wieder öffentlichkeitswirksam gegen Parabolantennen in Degernpoint positioniert sowie Mobilfunkmasten im Stadtgebiet bekämpft. Zuletzt in der Bonau mit einer eigens gegründeten Bürgerinitiative. Die neue Anlage, so formulierte es Bachhuber als Besucher in einer Stadtratssitzung, bedrohe seine Existenz und die seiner Kinder, da man nur einen halben Kilometer von der geplanten Antenne entfernt wohne. Der Stadtrat gab dem Bau dennoch seinen Segen.

Aber Rückschläge scheinen Franz Josef Bachhuber nicht abzubringen. Das zeigt sich auch in seiner kommunalpolitischen Laufbahn: Nachdem er 2013 als Landtagskandidat der Piraten gescheitert war, bewarb er sich ein Jahr später als Bürgermeisterkandidat für Moosburg. Doch auch daraus wurde nichts: Bachhuber bekam die nötigen Unterstützer-Unterschriften nicht zusammen. Den Piraten kehrte er in der Folge den Rücken.

Nun hat er sich der hiesigen FDP angeschlossen. „Mir entspricht der freiheitliche Grundgedanke, seinem Leben eine eigene Richtung zu geben und für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, sehr“, sagt Bachhuber. Und FDP-Kreischef Martin Alberti findet: „Franz Josef Bachhuber ist mit seiner politischen Erfahrung eine wertvolle Verstärkung für unser Team.“ Bachhuber, Jahrgang 1958, will sich in der Partei insbesondere in der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik sowie in kommunalpolitische Themen im Ortsverband Moosburg/Hallertau einbringen, heißt es in einer Erklärung. Der Moosburger Ortsvorsitzende Michael Schweiger will mit seinem neuen Mitstreiter „nun das Engagement vor Ort erhöhen“.

Franz Josef Bachhuber scheint für diese Aufgabe bereit – und zeigt sich als hochmotivierter Teamplayer: Neben einem FDP-Logo auf seinem privaten Facebook-Profil ist seit Montag auch Bachhubers Profilfoto gelb hinterlegt.

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