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Fehlende Kita-Plätze: Moosburg arbeitet an einer Notlösung

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Von: Andrea Hermann

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Auf dem 900 Quadratmeter großen Areal an der Hodschagerstraße, zwischen dem Bolzplatz und dem Heimatmuseum, soll ein zweigruppiger Not-Kindergarten entstehen.
Auf dem 900 Quadratmeter großen Areal an der Hodschagerstraße, zwischen dem Bolzplatz und dem Heimatmuseum, soll ein zweigruppiger Not-Kindergarten entstehen. © Roland Albrecht

Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Moosburg ist groß. Nach der Anmeldewoche haben viele Kinder ab September noch keinen Platz. Nun kommt eine Notlösung.

Moosburg – An der Hodschagerstraße in Moosburg, zwischen dem dortigen Bolzplatz und dem Heimatmuseum, soll, so sehen es die Pläne der Stadt vor, ein zweigruppiger Kindergarten in Containerbauweise entstehen. Damit will die Stadt auf den Engpass reagieren, der aktuell bei den Kindergartenplätzen besteht. Nach der Anmeldewoche, die im März in den Moosburger Kindergärten stattgefunden hat, „sind sehr viele Kinder übrig geblieben“, sagt Aicke Morgenstern von der Stadtverwaltung. Deshalb soll im September eine Noteinrichtung eröffnet werden – vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt der Übergangslösung in der Sitzung am Montag, 29. April (ab 19 Uhr im Feyerabendhaus), zu.

Auf dem gut 900 Quadratmeter großen Areal in der Neustadt sollen „so schnell wie möglich“ Mietcontainer aufgestellt werden, sagt Aicke Morgenstern im FT-Gespräch. Zwei Gruppenräume mit Platz für bis zu 50 Kinder, Nebenräume, Sanitärbereich, Verteilerküche und Personalzimmer sollen darin entstehen – entsprechend des vorgegebenen Raumprogramms für Kindergärten. Und natürlich wird es auch einen Garten geben.

Die Container sollen laut Morgenstern eine Übergangslösung sein – bis die sechsgruppige Kindertageseinrichtung im neuen Baugebiet Amperauen eröffnet wird. „Wir hoffen, dass wir das bis September 2021 schaffen.“ Zudem plant die Stadt eine fünfgruppige Kinderkrippe, die im Wohnquartier CS-Sonnenhäuser entstehen soll.

Voraussetzung dafür, dass die Einrichtungen an den Start gehen können, ist, dass es genügend Personal gibt. Für den Container-Kindergarten etwa werden wohl fünf bis sechs Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen benötigt – darunter möglicherweise eine Berufspraktikantin, so Morgenstern. Doch der Stellenmarkt ist leergefegt.

Fehlendes Personal

Den Personalmangel bekommt auch der Pius-Kindergarten zu spüren. „Seit einem Jahr sind wir auf der Suche nach einer Gruppenleitung, aber wir finden keine“, sagt Miriam Strobl, die Kita-Regionalleiterin der Erzdiözese München und Freising. Dies hat zur Folge, „dass wir die vierte Gruppe im September nicht eröffnen können“.

Noch bis Ende Juli werden im Pius-Kindergarten in allen vier Gruppen Kinder betreut – dank des „tollen Engagements des Personals“ und zwei mobilen Reserven, die der Regionalverbund bis zu den Sommerferien fest zur Verfügung gestellt hat. „Hier wurde vom Verbund gute Arbeit geleistet“, sagt Strobl. Und auch für das Team, an deren Spitze seit 1. April mit Monika Häglsperger eine neue Leiterin und mit Andrea Aiglstorfer eine neue Stellvertreterin stehen, ist sie voll des Lobes.

Da die mobilen Reserven aber auch den anderen zehn Einrichtungen im Verbund zur Verfügung stehen müssen, können die Reserven ab September nicht mehr fest im Pius-Kindergarten eingeplant werden, so Strobl.

Keine Kündigungen

Die Kinder, die aktuell in der vierten Gruppe betreut werden, werden ab September auf die drei anderen Gruppen verteilt – „es kommen ja einige Kinder in die Schule“. Das heißt: „Alle Kinder, die da sind, bleiben auch da“, betont Strobl. „Niemandem wird gekündigt.“ Mehr noch: „Wir können sogar alle Geschwisterkinder aufnehmen.“ Nur für externe, neue Kinder gibt es vorerst keinen Platz. In einem Brief wurden die Eltern bereits über die neue Situation informiert.

Laut Strobl werde die Erzdiözese, die Träger von insgesamt 35 Einrichtungen in drei Kita-Regionalverbünden ist, am Ball bleiben, um geeignetes Personal zu finden, damit die vierte Gruppe baldmöglichst wieder öffnen kann. Und auch seitens der Stadt sei man bemüht, Kindergarten-Personal zu finden, betont Morgenstern. Und er ist zuversichtlich: „Wir schaffen das.“

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