Vom Vordach einer Lagerfläche musste der verunglückte Schwan von den Kameraden der Feuerwehr Moosburg befreit werden.
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Vom Vordach einer Lagerfläche musste der verunglückte Schwan von den Kameraden der Feuerwehr Moosburg befreit werden.

Einsätze rund um Weihnachten

Schwan und Reh in Not: Feuerwehr Moosburg leistet Hilfe

  • Andrea Hermann
    vonAndrea Hermann
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Verletzter Schwan auf dem Dach, Reh im Stauweiher: Zwei ungewöhnliche Einsätze hatte die Feuerwehr Moosburg rund um Weihnachten.

Moosburg – Eigentlich waren die Tage rund um Weihnachten für die Feuerwehr Moosburg vergleichsweise ruhig. Dennoch mussten die Kameraden um Kommandant Gerhard Hochleitner ein paar Mal ausrücken, um unter anderem einen Schwan von einem Dach zu retten und ein Reh aus dem Wasser zu ziehen.

Schwan auf dem Dach

An einem nebligen Spätnachmittag vor Weihnachten ist ein Schwan „in vollem Flug gegen die Hausmauer von Jungheinrich geknallt“, berichtete Gerhard Hochleitner auf FT-Nachfrage. Eine Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma hatte den Unfall bei ihrem routinemäßigen Rundgang beobachtet und die Feuerwehr alarmiert, weil der Schwan auf dem Vordach einer Lagerfläche zum Liegen kam und wegen seiner Verletzung nicht mehr weiterfliegen konnte. Mittels Steckleiter und Kescher gelang es den Feuerwehrleuten, den Schwan einzufangen und ihn anschließend in eine Vogelklinik nach Oberschleißheim zu bringen.

Reh im Stauweiher

Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag wurden die Kameraden gegen Mittag zu einer Tierrettung alarmiert: Ein Reh war in den Stauweiher gefallen. Mittels Boot und unterstützt von der Feuerwehr Volkmannsdorf zogen die Einsatzkräfte das Tier aus dem Wasser – allerdings kam hier jede Hilfe zu spät.

Mit dem eigenen Boot rückten die Floriansjünger an, um aus dem Stauweiher bei Moosburg ein Reh aus dem Wasser zu ziehen.

Person eingeschlossen

Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn war die Feuerwehr Moosburg am 22. Dezember gegen 11 Uhr gefordert: Nach dem Crash, bei dem der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeschlossen war, galt es zuerst, die Autobahn zu sperren und den Verkehr über die Ausfahrt Moosburg-Süd abzuleiten. Parallel dazu wurde mittels Spreizer und Schere die Fahrertüre des Unfallautos geöffnet, um so den Verletzten zusammen mit dem Rettungsdienst schonend aus dem Fahrzeug zu retten. Nachdem der Patient mit einem Hubschrauber abtransportiert worden war, galt es für die Floriansjünger noch, die ausgelaufenen Betriebsstoffe zu binden und die Trümmerteile zu beseitigen.

Nach dem Unfall auf der Autobahn musste die Feuerwehr den Fahrer aus dem Wrack befreien.

Tragehilfe geleistet

In unmittelbarer Nähe zum Moosburger Feuerwehrhaus wurden die Floriansjünger am 26. Dezember zu einer Tragehilfe alarmiert. Weil der Rettungsdienst Unterstützung benötigte, rückten die Kameraden zu Fuß an, um die Kollegen bei Einsatz in der Leinbergerstraße beim Tragen einer erkrankten Person zu unterstützen.

In der Leinbergerstraße leistete die Feuerwehr am zweiten Weihnachtsfeiertag eine Tragehilfe.

Angebranntes Essen

Beim dritten Einsatz am zweiten Weihnachtsfeiertag rückte die Feuerwehr in die Böhmerwaldstraße aus, weil dort „Brandgeruch“ festgestellt worden war. Schnell stellte sich heraus, dass in einer Wohnung „nur“ Essen angebrannt war.

Ruhige Silvesternacht?

Alles in allem war um Weihnachten „nix Dramatisches“, berichtet Hochleitner. Und er hofft, dass es allein schon wegen der Ausgangssperre und des Böllerverbots auch in der Silvesternacht ruhig bleibt – „wenn sich alle daran halten“.

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