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Milchkühe in einem Stall.

Käserei Champignon in Moosburg

Tiermisshandlungen im Allgäu: Landkreis Freising blieb von Milch verschont

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Hofmeister und die Molkerei Weihenstephan sind von Milch der misshandelten Kühe verschont geblieben. Die Firmen zeigen klare Kante gegen den Betrieb im Allgäu.

Freising/Moosburg – Der Fall systematischer Quälerei von Milchkühen, die Tierschützer in einem Großbetrieb im Allgäu mit Videoaufzeichnungen dokumentiert haben, zieht weite Kreise. Einer der Abnehmer des in den Fokus geratenen Landwirts Franz Endres war die Käserei Champignon, die auch in Moosburg eine Filiale unterhält: Hofmeister. 

Doch dort ist man von der Produktion des Großbetriebs verschont geblieben. „Es wurde keine Milch des betreffenden Hofes nach Moosburg geliefert“, stellt das Unternehmen auf FT-Nachfrage klar. Die Käserei Champignon hat sich nach Bekanntwerden der Vorfälle von Endres getrennt. „Die gelieferte Milch des betreffenden Milchviehhofs war und ist von einwandfreier Qualität, dennoch nimmt die Käserei Champignon, aus ethischen und moralischen Gründen, keine Milch mehr von diesem Hof an.“

Weihenstephan: „Würden Milch-Abholung sofort einstellen“

Das hatte auch die Molkerei Weihenstephan gefordert, wie Sprecher Alexander Truhlar mitteilte. Weihenstephan selbst ist kein Abnehmer von Endres. „Es handelt sich nicht um einen unserer Milchlieferanten“, betont Truhlar. „Sollten uns hinsichtlich unserer Vertragsbauern Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bekannt werden, stellen wir die Abholung von Rohmilch auf dem betreffenden Hof umgehend ein.“

Hintergrund: Einer der größten Milchbauern in Bayern soll seine Kühe schwer misshandelt haben - Videoaufnahmen sollen das beweisen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen.

Lesen Sie auch: Einen Großeinsatz von Feuerwehrleuten hat am Mittwoch ein brennender Mähdrescher bei Rudelzhausen ausgelöst: Denn die Flammen breiteten sich in Windeseile aus. Außerdem: Während die Besitzer den Moosburger Aquapark auf eigene Kosten pflegen, verdrecken Gäste weiter das Ufer. Der Eigentümer findet deutliche Worte zur Situation.

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