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Auszug aus den Plänen des Antragstellers: So sollen die Gebäude an der Weningstraße einmal aussehen.

Kritik an Siedlungs-Entwicklung

„Fügt sich leider ein“: Debatte um neue Häuser an Moosburgs Weningstraße

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Ein Bauvorhaben an der Weningstraße hat im Moosburger Bauausschuss jetzt eine Grundsatzdebatte ausgelöst. Thema: Wie soll künftig nachverdichtet werden?

Moosburg – Rechtlich schien die Sache eindeutig: Mit 12:0 Stimmen wurde am Montag ein Bauantrag an der Moosburger Weningstraße abgesegnet. Die Halbinger Wohnbau GmbH will dort auf 1750 Quadratmetern zwei gleichartige Baukörper mit insgesamt 16 Wohneinheiten errichten. Geplant sind jeweils Erd- sowie Obergeschoß mit zurückgesetztem Dachgeschoß und Flachdach. Einen ähnlichen Baukörper hatte die Firma vor wenigen Jahren in direkter Nachbarschaft an der Merianstraße errichtet.

Deshalb lautete der Kommentar von Alfred Wagner (Grüne) auch: „Das Vorhaben fügt sich leider ein.“ Das „leider“ ergänzte Wagner deshalb, weil es aus seiner Sicht in den vergangenen Jahren versäumt worden sei, in dem Quartier rund um Merian- und Anton-Nagel-Straße „die ursprüngliche Prägung zu bewahren“. Die Stadt habe es versäumt, dort mit einem Bebauungsplan steuernd einzugreifen. Nun sei das Gebiet „ein abschreckendes Beispiel für andere Viertel, in denen wir es künftig hoffentlich besser machen“, sagte Wagner, der zwar kein Mitglied des Bauausschusses ist, als Anwohner des Viertels aber wohl ein Bedürfnis hatte, sich zum Thema zu äußern.

Stanglmaier: „Wildwuchs an Baukörpern zerstört Charakter des Wohngebiets“

Gerhard Beubl (SPD) fand das Vorhaben in dem Quartier begrüßenswert, „schließlich ist es in unserem Mittelzentrum notwendig, verdichteter zu bauen“. Nur so verhindere man weiteren Flächenfraß. Beubl: „Das ist zeitgemäß. Und die Architektur finde ich auch gelungen.“

„Das Flachdach fügt sich meiner Meinung nach dort nicht ein“, entgegnete Michael Stanglmaier (Grüne). Er fürchtet, ähnlich wie Wagner, „durch einen Wildwuchs an Baukörpern“ die Zerstörung des Wohngebietscharakters. Unabhängig von dem Vorhaben, dem auch er aus baurechtlicher Warte seine Zustimmung erteilte, „sollten wir uns überlegen, wie wir bei der Nachverdichtung dort künftig öffentliche Grünflächen und Spielplätze sicherstellen können“. Es brauche natürlich Verdichtung, betonte Stanglmaier. „Dieses Vorhaben ist ein guter Aufhänger, damit wir uns Gedanken machen, wie wir künftig verfahren.“

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