Vorstand der Freien Wähler Moosburg
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Der neue Vorstand der Freien Wähler Moosburg: (v. l.) Thomas Kuttenlochner, Andrea Lauterbach, Anton Stengl, Dagmar Seghutera, Gundram Meinert, Michael Hofmann, Reinhard Lauterbach, Josef Sixt, Beate Meinert und Ingolf von Pressentin.

Führungsämter neu besetzt: Freie Wähler Moosburg vollziehen Wandel im Vorstand

  • VonNico Bauer
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Moosburgs Freie Wähler haben sich verjüngt. Dazu wurde am Rand der Neuwahlen eine äußerst positive Bilanz gezogen.

Moosburg – Zwei Jahre lang gab es keine Mitgliederversammlung der Freien Wähler, und in der Zwischenzeit hat sich viel getan. Mittlerweile stellt man den Bürgermeister, hat nun aber auch verdiente Vorstandsmitglieder verloren. Bei den Neuwahlen brachte die Gruppierung den Wechsel im Führungsteam aber reibungslos über die Bühne.

Vorsitzender Reinhard Lauterbach präsentierte sich in der Versammlung gut gelaunt, hoch motiviert – und erhielt dann auch das eindeutige Votum: Er wurde einstimmig im Amt bestätigt. Wahlleiter Ludwig Kieninger war voll des Lobes über den Mann an der Spitze der Freien Wähler: „Er hat es sehr gut gemacht und war auch immer sehr zuverlässig. Insgesamt war es keine leichte Zeit.“

Langjährige Stadträte nicht mehr zur Wahl gestanden

Auf den Positionen nach Lauterbach haben die Neuwahlen zu einem Generationswechsel geführt. Die langjährigen Stadträte Ludwig Kieninger und Thomas Grundner stellten sich als 2. und 3. Vorsitzender nicht mehr zur Wahl. Hier verjüngten sich die FW mit dem aus Thonstetten kommenden Josef Sixt als 2. Vorsitzenden und Michael Hofmann als 3. Vorsitzenden.

Emotional war der Abschied von Schatzmeisterin Dörte Dähn, die das Amt fast zehn Jahre innehatte: Ihr Ausscheiden empfanden viele als großen Verlust. Dähn bricht nämlich auch ihre Zelte in Moosburg ab und zieht zu einem Teil ihrer Familie nach Salzburg. Für das Sommerfest im kommenden Jahr kündigte sie schon einmal einen Besuch an.

Die Kasse übernimmt nun Andrea Lauterbach. Weiter gewählt wurde die im Amt bestätigte Schriftführerin Dagmar Seghutera. Das Trio der Beisitzer bilden Gundram Meinert, Thomas Kuttenlochner und Anton Stengl. Für die Kassenprüfung zeichnen Beate Meinert und Ingolf von Pressentin verantwortlich. Ortschef Reinhard Lauterbach brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass sich alle Mitglieder Gedanken um Moosburg machen und sich mit Ideen oder Meinungen einbringen sollten. Jeder Bürger und auch die Stadträte der Freien Wähler könnten sich jederzeit mit Anträgen in die Ortspolitik einmischen.

Bürgermeister gestellt, Mitgliederzahl gesteigert

Aus den vergangenen zwei Jahren konnte Lauterbach nur teilweise etwas berichten. 2019 habe man noch verschiedene Besichtigungen und Expertengespräche organisiert, aber danach machten Corona und Lockdowns Vieles unmöglich. Das wichtigste Ereignis aus dem 24-monatigen Berichtszeitraum war natürlich die Kommunalwahl, bei der man das Ziel erreichte, erstmals den Rathauschef zu stellen. „Der Bürgermeister und vier Stadträte ist eine sehr gute Leistung“, fand Lauterbach. Zudem sei es gelungen, die Mitgliederzahl um fünf auf 69 Personen zu steigern.

Im Rahmen der Versammlung wurden ausgeschiedene Vorstandsmitglieder beschenkt und langjährige Mitglieder geehrt. Martin Miller gehört seit 20 Jahren den Freien Wählern in Moosburg an. Auf jeweils 15 Jahre kommen Karl Hofmann sowie Christl und Jörg Paradies.

Karl Ecker malt sich und den FW gute Chancen für den Bundestag aus

Eigentlich galt er schon als Politik-Rentner, nachdem Karl Ecker nicht mehr zur Wiederwahl als Auer Bürgermeister angetreten war. Doch nun tourt er als Bundestagskandidat der Freien Wähler durch den Landkreis, stellt sich den einzelnen Kommunen vor und verbreitet mit seiner Art Heiterkeit. Bei der Versammlung der Moosburger Freien Wähler witzelte Ecker gleich mal in die Richtung von Reinhard Lauterbach, dass er sich bei dessen Einladung zur Generalversammlung verlesen hatte: „Ich dachte zuerst, jetzt schreibt mir sogar schon der Karl Lauterbach...“

An diesem Kennenlernen mit Deutschlands Pandemie-Experten muss der Auer noch arbeiten. Aber Ecker gab sich überzeugt, dass der Einzug seiner Freien Wähler in den Bundestag gelingen könne. Sollte man die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen, gebe es noch den Plan B: nämlich mit drei gewonnenen Direktmandaten in den Bundestag einzuziehen. Und hier setzt Karl Ecker auf den Landkreis Freising: „Wenn unser Vorsitzender Hubert Aiwanger und ich Direktmandate erreichen, braucht es nur noch einen Dritten.“ Er selbst, so betonte der Auer, wolle als Bundestagsabgeordneter auch vor Ort ein Ansprechpartner für die Menschen sein.

Bei Reparaturarbeiten an seinem Wohnmobil ist ein Haager Familienvater (58) tödlich verletzt worden. Die Hilfe der herbeieilenden Söhne kam zu spät.

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