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Es geht eng her: Alfred Wagner (UMB) sieht kaum Platz für Fußgänger und Radler.

Barrierefreiheit an der Moosburger Großbaustelle

Fußweg an der Isarbrücke: Zu steil, zu schmal - aber die Rettung naht

Moosburg - Das Straßenbauamt Freising will an der Moosburger Isarbrücke die Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer neu gestalten - als Reaktion auf diverse Beschwerden.

Bisher sind die Arbeiten an der komplexen Großbaustelle Isarbrücke gut gelaufen. Die Sperrung der Straße war sogar kürzer als geplant. Für die Autofahrer ein Segen. Doch die Radfahrer und Fußgänger sind derzeit nicht glücklich mit der für sie erbauten Übergangslösung. Sie birgt einige Gefahren. Aber: Eine Lösung ist bereits in Sicht.

Stadtrad Alfred Wagner (UMB) hat sich in einem öffentlichen Schreiben an die Stadt Moosburg gewandt, um seine Bedenken zu äußern. „Wie soll während der Baustellenphase im Winter bei Schnee und Eisglätte hier eine gefahrlose Benutzung durch Fußgänger möglich sein?“, schreibt er. 

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Wagner bezieht sich dabei auf den steilen, schmalen Aufgang zur Brücke, den derzeit Radfahrer und Fußgänger gemeinsam benutzen müssen. Dabei kommt es immer wieder zu Problemen. Nicht nur, dass man kaum aneinander vorbeigehen kann, es sei auch schon zu Unfällen gekommen, wie Wagner schreibt: „Ich habe erfahren, dass bereits zweimal Rollstuhlfahrer aufgrund der schlechten Wegführung gestürzt sind.“

"Wie kann man so einen Blödsinn machen?"

Und auch die Seite jenseits der Isar ist nicht optimal gelöst. Recht steil fällt der Weg ab und macht dann eine nach außen abfallende Linkskurve in die Isarstraße. „Hier könnte man ein schönes Radcross-Rennen machen“, sagt Wagner bei einer Besichtigung vor Ort. Aber eine Lösung für die nächsten zwei Jahre sei das nicht. Das findet auch ein Bürger, der in diesem Moment sein Rad den steilen Weg nach oben schiebt. „Wie man so einen Blödsinn machen kann“, schimpft er und schüttelt den Kopf.

Die Baustelle ist bisher so gut gelaufen, wirklich perfekt für so ein komplexes Projekt“, sagt Wagner. Da sei es wichtig, auch für die Fußgänger und Radfahrer eine gute Lösung zu finden.

Und der Stadt Moosburg ist ebenfalls daran gelegen, denn auch bei ihr hätten sich laut Geschäftsleiter Josef Mühlberger Bürger beschwert. „Wir haben darüber gute Gespräche mit dem Bauamt geführt“, sagt Mühlberger. Nun zeichnet sich eine Lösung ab: Wie Bauleiter Stephan Leibnitz vom Staatlichen Straßenbauamt Freising mitteilt, werden die Zuwege zur Brücke zeitnah umgebaut.

Alter Aufgang wird gesperrt

Der alte Aufgang wird ganz gesperrt werden, auf der Stadtseite errichtet man eine neue Rampe zur Lände hin. Um den Weg abzuflachen, wird er in Serpentinen geführt. Auf der anderen Brückenseite soll sich der Abfahrtsweg teilen: die Linkskurve bleibt bestehen, zusätzlich wird aber auch ein Weg geradeaus in Richtung der provisorischen Bushaltestelle führen. 

Man habe gedacht, dass die bestehende Rampe ausreiche, sagt Leibnitz. „Das hat sich in der Praxis aber nicht bewährt.“ Deshalb werde jetzt auch schleunigst nachgebessert. Bereits kommende Woche will man mit den Arbeiten beginnen. Aber eines ist dem Bauleiter noch wichtig: „Im ganzen Baustellenbereich müssen Radfahrer auch nach dem Umbau schieben.“

Claudia Bauer

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