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Gebraucht-Lkw auf dem Gelände des früheren Schwarz-und-Sohn-Baumarkts in der Moosburger Neustadt.
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Es gibt schmuckere Gewerbeflächen als jene an der Neuen Industriestraße. Wo einst der Baumarkt von Schwarz und Sohn residierte, wird seither über neue Nutzungen nachgedacht. Jetzt gibt es wieder spruchreife Pläne.

Projektplaner wagen neuen Anlauf

Große Pläne für die Neustadt: Bekommt Moosburg ein neues Hotel mit Läden?

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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In der Moosburger Neustadt ist ein Hotel mit Läden und Büros geplant. Nachdem das Projekt schon einmal gescheitert ist, wagt der Investor einen neuen Versuch.

Moosburg – Der Titel sollte Heimatverbundenheit ausdrücken und Größe symbolisieren: Unter dem Projektnamen „Isarpark“ wollte eine Investorengruppe vor gut fünf Jahren das alte Schwarz-und-Sohn-Gelände in Moosburg neu beleben. Drogerie- und Lebensmittelmärkte, Elektrohandel und gar eine Bowlingbahn konnten sich die privaten Geldgeber gegenüber des Rewe-Markts an der Neuen Industriestraße 8 vorstellen. Von einem „Shopping-Erlebnis“ samt Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen auf dem 15.000 Quadratmeter großen Areal war damals die Rede. Doch dann, nachdem es noch vor der Antragsphase herbe Kritik gehagelt hatte, wurde der Plan wieder fallengelassen.

Neues Hotel in Moosburg geplant

Nun wagt sich ein neuer Investor an die Fläche. Und wieder wird auf dem etwas unansehnlichen Grundstück, das zum Gebraucht-Lkw-Hof verkommen ist, groß gedacht: Eine Freisinger Immobilienfirma möchte den ehemaligen Baufachmarkt abreißen und einen 30 mal 81 Meter großen Neubau mit einer Wandhöhe von 14,4 Metern und teilweise vier Geschoßen errichten lassen. Ebenerdig sollen dann drei separate Läden mit Verkaufsflächen bis 800 Quadratmeter entstehen, darüber sind Büros und ein Apartmenthotel vorgesehen. Im Untergrund der rund 6000 Quadratmeter großen Parzelle plant der Investor 116 Tiefgaragen-Stellflächen, rund um das Gebäude sollen weitere 70 oberirdische Parkplätze entstehen.

In der Moosburger Neustadt befindet sich das Grundstück (gegenüber des Rewe-Markts). Ein Investor möchte dort einen Hotel-Einzelhandel-Büro-Mix realisieren.

Die Pläne sind so weit gediehen, dass die Bauwerber im Rathaus bereits konkrete Betriebs- und Nutzungskonzepte vorgelegt haben: Das Apartmenthotel soll zur tageweisen Unterbringung von Reisenden dienen und von Kleiderschrank bis Kochnische mit dem nötigen Mobiliar ausgestattet sein. Auch einen zentralen Speisesaal soll es geben, dazu will man Konferenzräume anbieten. Bei den Läden wird exemplarisch beschrieben, wie die Nutzung aussehen könnte: Im Laden 1 schwebt den Planern ein „Concept Store“ für eine „hochwertige Kombination von Sortiment und Marken im Bereich Kaffeeautomaten sowie Küchengeräten und Zubehör“ vor. Laden 2 könnte etwa einem Drogerie- oder Elektromarkt Raum bieten. Beim Laden 3 denken die Investoren an einen Fachmarkt, etwa für Landwirte, Jäger und Fischer.

Diskussion am kommenden Montag im Bauausschuss

Anders als in der Variante von vor fünf Jahren will man nun nur etwa die Hälfte des früheren Schwarz-und-Sohn-Areals nutzen. Der entsprechende Vorbescheid liegt am kommenden Montag, 9. November (19 Uhr, Stadthalle), den Stadträten zur Beratung im Bauausschuss vor. Es ist bereits der zweite Anlauf des Bauwerbers, denn schon Ende Mai hatte man sich in dem städtischen Gremium damit befasst – und das Projekt abgelehnt. Die ursprüngliche Version der Pläne sah nämlich vor, das Apartmenthotel mit betreutem Wohnen im Seniorenbereich zu verknüpfen. Das jedoch, so die Überzeugung der Mehrheit damals, sei nicht mit dem Charakter eines Industriegebiets zu vereinbaren.

Zumindest, was den Umfang des Einzelhandels angeht, dürfte das aktuelle Projekt mehr Chancen haben als der „Isarpark“ vor fünf Jahren. Damals zeichnete sich schon weit vor einer Debatte im Stadtrat eine ablehnende Haltung vieler Entscheidungsträger ab: Die von Moosburg beauftragten Städteplaner hatten nämlich vor einem massiven Zuwachs des Verkehrsaufkommens gewarnt und in dem Fachmarktzentrum eine Bedrohung für den Sortimentsmix der Innenstadt gesehen.

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