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Aneinander gerieten Aicher und Bayreuther nicht nur auf dem Eis, wie hier EVA-Crack Mustapha Tarek mit dem EHC-Torhüter. Auch auf der Tribüne kam es zu Auseinandersetzungen.

Nach dem Playoff-Spiel

Großer Polizeieinsatz in Moosburg: Zuschauer-Tumulte bei Eishockey-Spiel

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Zu Tumulten ist es während des Eishockey-Playoff-Spiels zwischen dem EV Aich und dem EHC Bayreuth gekommen. Die Polizei musste am Freitag mit einem Großaufgebot eingreifen – und geleitete die Gästefans aus dem Stadion.

Moosburg – Es war ein Krimi. Auf dem Eis und auf den Zuschauerrängen der Sparkassen-Arena in Moosburg. In einer umkämpften Partie rang der EV Aich den EHC Bayreuth nieder – nach Verlängerung und Penalty-Schießen. Das Team von Trainer Georg Herrmann hatte damit die erste Begegnung im Playoff-Viertelfinale gewonnen und ihre Ambitionen, in die Landesliga aufzusteigen, untermauert.

Doch nach der Schlusssirene stand nicht mehr der Fight auf dem Eis im Vordergrund, sondern die Reibereien auf den Zuschauerrängen. Denn gegen 21.45 Uhr, kurz nach Ende der Partie, kam es zu einem Tumult zwischen den Heim- und Gastfans. Zuvor war eine Mülltonne aus Richtung der Gästefans auf die Spielfläche geworfen worden, wie die Polizei Moosburg berichtet. Danach kam es zu Streitigkeiten zwischen den Fans. Einer aus Aicher Reihen habe daraufhin die Polizei kontaktiert, wie EVA- Abteilungsleiter Wolfgang Hauk dem FT berichtete. „Es ist zwar nichts Tragisches passiert, aber wir wollten auf Nummer sicher gehen.“

Immerhin aber ging es offenbar so zur Sache, dass die angerückten Polizisten umgehend Verstärkung aus den angrenzenden Dienstbereichen anforderten. So ging auch für etliche Bayreuther Anhänger der Abend in die Verlängerung. Denn die Polizei führte den gesamte Gästeblock aus dem Stadion und in den Fanbus. Dort wurden die Personalien aufgenommen. Insgesamt 37 Personen wurden nach Angaben der Polizei einer Identitätsfeststellung unterzogen. Die Ermittlungen bezüglich der Verursacher aus dem Gästeblock dauern noch an.

Doch offenbar waren auch die Spieler der Gastgeber auf dem Eis nicht ganz unschuldig an den Auseinandersetzungen auf der Tribüne. Ein Zuschauer berichtete dem FT davon, dass sich Aicher Akteure nach der Schlusssirene zu Provokationen gegenüber den Gästefans hatten hinreißen lassen. Daraufhin sei die Tonne auf das Spielfeld geflogen. Abteilungsleiter Hauck konnte das so hingegen nicht bestätigen – trotz mehrfacher Aufklärungsversuche seinerseits. „Inzwischen habe ich zehn verschiedene Aussagen bekommen“, sagte er dem FT. „Ich weiß selbst nicht mehr, was ich noch glauben soll.“

Die beiden Mannschaften haben sich bereits einen Tag später wieder getroffen. Im zweiten Playoff-Spiel unterlag der Bezirksligist aus Aich den Bayreuthern klar mit 2:7. Das heißt: Am kommenden Freitag findet die alles entscheidende Partie in Moosburg statt. Damit es nicht wieder eskaliert, hat Hauk Vorkehrungen getroffen. So stellt Bayreuth einige Gästeordner bereit, auch eine Polizeistreife soll präsent sein. „Ich glaube zwar nicht, dass es nochmal zu etwas kommt“, betont Hauk. „Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.“

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