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Treten für die Grünen an: (v.l.) Sabina Brosch, Siglinde Lebich, Johannes Becher und Susanne Günther wollen für einen Politikwechsel in Bayern kämpfen. 

Wahlkampfauftakt der Grünen in Moosburg

Schluss mit „umanand plärren“

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Für den Grünen Johannes Becher war es ein Heimspiel: Im Sportheim des TSV Moosburg, wo er vor 15 Jahren eine F-Jugend trainierte, startete seine Partei am Donnerstag in den Wahlkampf: Anpfiff für vier Kandidaten.

Moosburg – Es gehe am 14. Oktober um viel, so rüttelte der Landtagsdirektkandidat der Grünen, Johannes Becher (30), seine Parteifreunde in einer emotionalen Rede auf. Denn seine Partei startete am vergangenen Donnerstag im Sportheim des TSV Moosburg in den Landtags- und Bezirkstagswahlkampf. 

Ziel: Die dritte Startbahn abwählen

Dabei fragte Becher: Hass schüren oder Menschlichkeit? Mehr Nationalismus oder ein echter Politikwechsel in Bayern? Das seien die Alternativen. Und es gehe darum, „dass sinnloseste Projekt“ im Landkreis, Oberbayern und ganz Bayern – die dritte Startbahn – abzuwählen.

„Schluss mit umanand plärren“

Genau 80 Tage vor der Wahl appellierte Johannes „Jojo“ Becher an seine Parteifreunde für einen Politikwechsel zu kämpfen: Schluss mit Populismus, Anstand müsse wieder Einzug halten in die Politik. Im Klartext: Menschen in Not müsse geholfen werden und Menschen die sie „aus dem Mittelmeer fischen“, dürften nicht be–straft werden. Schluss mit „umanand plärren“, sondern es müssten Taten folgen beim Umgang mit Menschen, die wenig Geld hätten. Um Taten gehe es auch bei der Energiewende, auf dem Weg „Raus aus Kohle und Erdgas“ müsse man endlich „Gas geben“.

Und er war optimistisch, dass es was wird mit dem Politikwechsel: „Ich habe ein gutes Gefühl.“ Becher im Maximilianeum – das wäre für seinen Vorgänger Christian Magerl ein Erfolg. Denn letzterer ist so etwas wie der Ausbilder: Toni Hofreiter, heute Fraktionschef der Grünen im Bundestag, und Markus Ganserer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, waren beide Mitarbeiter in Magerls Landtagsbüro. Becher ist das auch.

Grüne gegen Hetze und Ausgrenzung

Unterstützung im Landtagswahlkampf bekam Becher auch von Listenkandidatin Susanne Günther: Sie wetterte bei der Veranstaltung gegen die CSU, „die am rechten Rand fischt“. Die Grünen seien auf dem richtigen Weg, denn „die Menschen wehren sich gegen Hetze und Ausgrenzung“. Bei der Partei stünden die Menschen, deren Würde und Freiheit im Mittelpunkt. Und in ihrer Partei gebe es „keine One-Man-Show wie mit Söder und Lindner“. Günthers Appell: „Lasst uns kämpfen für ein grandioses grünes Ergebnis im Landkreis und in Bayern.“

Sie wollen gegen den Personalmangel in der Pflege kämpfen

Siglinde Lebich heißt die Frau, die für die Grünen in den Bezirkstag will: Auch ihr seien in den vergangenen Wochen Stil und Wortwahl in der Politik als „greislig“ aufgestoßen. „Wir Grüne sind die gute Alternative, wir haben die richtigen Worte und Botschaften“, sagte Lebich. Viele Themen müsse man auf Bezirksebene anpacken. Eines davon: der Personalmangel in der Pflege. Da sei es nämlich schon „fünf nach zwölf“. Als Listenkandidatin für den Bezirkstag will Sabina Brosch, Gemeinderätin aus Hallbergmoos, Stimmen sammeln. Ihr Thema: „Bildung für einen sozialen Menschen.“

Alle Kandidaten, Mandatsträger und Mitglieder zeigten sich optimistisch, auch Kreisvorsitzender Reinhard von Wittken: „Es geht um viel. Wir werden das rocken.“ Und Magerl war sich sicher: Wenn man es in 80 Tagen um die Welt schaffe, dann schaffen es die Grünen in 80 Tagen in den Landtag. Und zwar in Form einer „starken grünen Regierungsbeteiligung.“

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