CSU-Veranstaltung sorgt für Debatte im Stadtrat

„Gschmäckle“: Kritik an Herbstschau-Auftritt von Guttenberg in Moosburg

  • schließen

Der geplante Auftritt von Karl-Theodor zu Guttenberg im Festzelt der Moosburger Herbstschau sorgt für Irritation: Im Moosburger Stadtrat äußerte die Opposition jetzt kritische Töne.

Moosburg – Der Auftritt von Karl-Theodor zu Guttenberg am kommenden Montag im Festzelt auf (und während) der Moosburger Herbstschau war auch am Montag bei der Stadtratssitzung ein Thema. Johannes Becher (Grüne) hakte nach, ob das denn normal sei, dass eine politische Wahlkampfveranstaltung – in diesem Fall eine der CSU – im Rahmen und am Ort eines städtischen Fests stattfinde. Bürgermeisterin Anita Meinelt (CSU) wiederholte ihre Argumentation, dass man einen zu Guttenberg nicht so einfach heimschicken könne. Und sie sagte, ein rappelvolles Bierzelt sei auch für den Wirt eine gute Sache, zumal der Montag stets ein „schwacher“ Tag sei.

In dieselbe Kerbe wie Becher schlug auch Gerhard Beubl (SPD), der sich ebenfalls über das Vorgehen wunderte. Zumindest, so seine Ansicht, hätte der Stadtrat befragt werden müssen. Alfred Wagner (fraktionslos) gewann dem Thema noch einen weiteren Aspekt ab: Werde denn der CSU anteilig für diesen einen Tag das Defizit, das man nachweislich mit der Herbstschau mache, in Rechnung gestellt?

Becher: „Die CSU ist in Bayern am allergleichesten“

Becher hat inzwischen eine Anfrage für den Herbstschau-Montag des Jahres 2018 gestellt: Welche Konditionen es für eine politische Großveranstaltung im Festzelt gebe? Welche Voraussetzungen zu erfüllen seien? Ob der Termin noch frei sei? Gegenüber dem FT sagte Becher, die ganze Sache mit zu Guttenberg habe „ein Gschmäckle“. In Bayern seien zwar alle gleich, „manche halt aber doch gleicher und die CSU am allergleichesten“.

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Die Tüftler von morgen
Ein Kran, der etwas hochziehen kann, ein Lego-Pilz der Farben erkennt oder ein sensorgesteuerter Roboter, der eine vorgezeichnete Linie entlang fahren kann: All das war …
Die Tüftler von morgen
Erst Fake-Polizei, jetzt Fake-Staatsanwalt: Neue Betrugsmasche in Freising
Perfekt reagiert: Eine Freisinger (48) wurde von einem falschen Staatsanwalt angerufen - und hätte zahlen sollen. Angeblich liefe ein Verfahren gegen sie.
Erst Fake-Polizei, jetzt Fake-Staatsanwalt: Neue Betrugsmasche in Freising
Singen, staunen, Spaß haben: Christkindlmarkt am Marienplatz weckt Freude aufs Fest
Geselligkeit und Besinnlichkeit – das bietet der traditionelle karitative Freisinger Christkindlmarkt. Rund um den Weihnachtsbaum am Marienplatz findet am Samstag und …
Singen, staunen, Spaß haben: Christkindlmarkt am Marienplatz weckt Freude aufs Fest
Digitalisierung: Beim Jobcenter Freising ist die Zeit der Papierakten vorbei
Beim Jobcenter Freising hält das digitale Zeitalter endgültig Einzug: Die Zeiten unzähliger Papierakte ist vorbei.
Digitalisierung: Beim Jobcenter Freising ist die Zeit der Papierakten vorbei

Kommentare