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Für 65 Jahre Treue zur Moosburger Herbstschau wurde Vera Malick (l.) stellvertretend für ihre Familie von Bürgermeisterin Anita Meinelt geehrt.

Polizei ist zufrieden

Halbzeitbilanz zur Herbstschau: „Ein problemloses Fest“

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Probleme bei der Herbstschau? Fehlanzeige! Bei der Besprechung zur Halbzeit des Fests fällt das Fazit positiv aus – und der Guttenberg-Montag erhielt von den Schaustellern besonderes Lob.

Moosburg – Auch bei der offiziellen Besprechung zur Halbzeit der Moosburger Herbstschau war der Montagabend das Hauptthema. Sowohl Schaustellersprecher Christian Buchner als auch Bürgermeisterin Anita Meinelt waren auch zwei Tage danach noch immer ganz begeistert, wie der CSU-Wahlkampfauftritt von Karl-Theodor zu Guttenberg gelaufen sei. Buchner, der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und Schausteller, freute sich gleich zu Beginn der Besprechung im Festzelt gestern Vormittag: „Am Montag war volles Haus im Zelt.“ In noch größeres Lob brach Meinelt aus: „Am Montag war im Zelt die Hölle los.“ Lob und Anerkennung sprach die Bürgermeisterin dem Festwirt aus, der den Ansturm so souverän bewältigt habe. Und auch, dass die Bedienungen trotz des Stresses so freundlich gewesen seien, müsse man loben, sagte Meinelt. Den Schaustellern draußen auf dem Platz sprach die Rathauschefin Vergelt’s Gott für deren Verständnis aus. „Aber in der Familie hält man halt zusammen.“

Und dann war es wieder Buchner, den der Montag gar nicht los ließ: Sogar das Fernsehen sei ja da gewesen, außerdem die ganzen Leute, die sich „von der Politik umgarnen lassen wollten“. Eine „kleine Gruppe“, die sich habe profilieren wollen, sei „untergegangen“, wusste Buchner über die AfD. Und zu den „Schmierereien“, die für so viel Aufregung gesorgt haben (wir haben berichtet), sagte er, da müsse man „halt für Ordnung sorgen“. Übrigens: Von dem stillen Protest mit Sprüchen auf dem Boden vor dem Eingang zur Herbstschau war gestern Vormittag schon nichts mehr zu sehen.

Moosburgs PI-Chef Christian Bidinger ging ebenfalls auf den Montag ein, der wegen des politischen Promi-Aufmarsches auch die Polizei vor besondere Herausforderungen gestellt hatte. „Da waren auch sehr viele zivile Kräfte vor Ort, die Sie gar nicht gesehen haben“, sagte Bidinger. Ansonsten sprach der PI-Chef von einem „problemlosen Fest“. Nur ein Vorfall sei erwähnenswert, als nämlich ein Maßkrug flog, glücklicherweise aber niemanden traf.

Diskussionen, Anmerkungen oder Kritik aus den Reihen der Schausteller und Fieranten gab es nicht. Vielleicht auch, weil Meinelt sie alle gelobt hatte: Auch wenn die Besucher immer anspruchsvoller und schneller unfreundlich würden, hätten die Schausteller doch immer ein Lächeln im Gesicht und würden stets freundlich bleiben, wusste Meinelt. Auch das mache die Moosburger Herbstschau aus, auch das mache sie zu einem „Familienfest“.

Und dann gab es gestern noch Ehrungen: Zunächst wurde die Schaustellerfamilie Malick von Meinelt für 65 Jahre Treue zur Moosburger Herbstschau geehrt. Vera Malick nahm die Urkunde für ihre Schaustellerfamilie, die inzwischen schon sechs Bürgermeister in Moosburg erlebt hat, entgegen. Und dann wurde auch noch Meinelt geehrt – und zwar mit der Ehrennadel des Landesverbands der Schausteller. Buchner: „Du hast es auch verdient. Denn du kannst es.“ Zum Schluss noch der Blick ins Jahr 2018: Das Frühlingsfest findet vom 27. April bis 2. Mai statt, die nächste Herbstschau vom 14. bis 23. September.

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