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Das Thema Asyl beschäftigte die Moosburger Kirchenvertreter: Pfarrer Henning von Aschen, Pfarrerin Regine Weller, Pastoralreferentin Annemarie Fleischmann und Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger (v. l. ) beim Pressegespräch.

Pressekonferenz der Kirchenvertreter

Helferkreis in Moosburg braucht dringend Verstärkung

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Moosburg - Die Vertreter der Moosburger Pfarrgemeinden haben den Helferkreis für Asylbewerber als Garanten für den sozialen Frieden in der Stadt bezeichnet. Gleichzeitig aber schlagen sie Alarm.

„Ich möchte nicht wissen, was hier alles los wäre, wenn es den Helferkreis nicht gäbe“, sagte Moosburgs katholischer Pfarrer Reinhold Föckersperger gestern bei einem von den Moosburger Kirchenvertretern initiierten Pressegespräch. Auch Pastoralreferentin Annemarie Fleischmann, die selbst im Helferkreis engagiert ist, lobte die derzeit 143 Ehrenamtlichen: „Indem sie sich um die 162 Asylbewerber kümmern und erklären, wie die Dinge hier funktionieren, leisten sie auch eine Arbeit für die Stadt. Denn sie sind ein Garant dafür, dass in Moosburg zum größten Teil Ruhe herrscht und alles in geordneten Bahnen läuft.“ Kleinere Reibereien könnten in der Regel von den Helfern gelöst werden. Auch der evangelische Pfarrer Henning von Aschen stellte fest: „Es fällt kaum auf, dass Flüchtlinge in der Stadt sind.“

Die Aufgaben werden indes weder weniger noch kleiner: „Mit Blick auf die neue Unterkunft in der Neustadt suchen wir dringend Verstärkung“, betonte die evangelische Pfarrerin Regine Weller. Wie berichtet, bietet die Einrichtung Platz für über 150 Asylbewerber. Doch derzeit ist unklar, wie viele kommen und wann. Nur eines ist sicher, betonte Weller: „Wenn sie kommen, haben wir definitiv zu wenig Helfer.“ Viele Ehrenamtliche seien an der Grenze ihrer Kapazitäten angelangt. „Es gibt welche, die vier bis fünf Tage pro Woche vier bis fünf Stunden am Tag aktiv sind. Das grenzt fast schon an eine Berufstätigkeit.“

Verständnis zeigte Fleischmann, dass der Helferkreis bezüglich der neuen Unterkunft „massiv gebockt“ habe. Sie berichtete, dass zwar eine Verwaltungskraft und ein Hausmeister, aber kein Asylsozialberater bereitstehe. „Der Helferkreis sieht sich nicht in der Lage, ins Haus zu gehen, wenn keine Fachkraft als Ansprechpartner bereitsteht.“ Wie wichtig so ein Asylsozialberater sei, zeige die Unterkunft im Normstahl-Gebäude. Dort bestünden gute Kontakte zwischen Experten und Ehrenamtlichen.

Trotz allen Ärgers: Der Kreis hat sich auch bezüglich der neuen Unterkunft bereits Gedanken gemacht, wie Weller berichtete. Im Gespräch seien Stockwerk-Paten – Ehrenamtliche also, die sich um einen klar abgesteckten Bereich in der Unterkunft kümmern. Die Pfarrerin wies auf ein weiteres Problem hin: „Wir tun uns unheimlich schwer, für anerkannte Flüchtlinge Wohnraum zu finden, obwohl die Miete sichergestellt ist.“

Weller brachte gestern noch eine weitere Idee ins Spiel. Ihr schwebt vor, in Moosburg ein „Café International“ zu etablieren – eine Begegnungsstätte für Menschen aller Couleur. Räumlichkeiten stünden im evangelischen Gemeindezentrum zur Verfügung, sagte die Pfarrerin. „Momentan scheitert es daran, dass wir nicht genug Helfer haben.“ Sie hofft darauf, dass sich auch für diese Aufgabe Ehrenamtliche finden. Schon jemand, der Kuchen beisteuern könnte, wäre Gold wert.

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