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Ob am Moosburger Aquapark bald alles anders wird, entscheiden am Montag Moosburgs Stadträte.

Wakeboard-Anlage, Tagungshotel und Seerestaurant geplant

Hotel, Wakeboardanlage, Restaurant: Neuer XXL-Plan für den Aquapark

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Moosburg - Der Aquapark soll massiv aufgewertet werden - mit einer größeren Badezone, einer Wakeboardanlage, einem Hotel und vielem mehr. Was noch fehlt, ist der Segen der Stadträte.

Wenn Moosburgs Stadträte am Montag um 19 Uhr zu ihrer Sitzung zusammenkommen, steht ein XXL-Vorhaben auf der Tagesordnung: Die Evago Immobilien GmbH beantragt, den Aquapark im großen Stil umzugestalten. 

Bei Evago Immobilien handelt es sich um die Tochter einer gleichnamigen Firmengruppe, zu der auch der in Moosburg etablierte Veranstalter Klangfeld (Utopia Island) gehört. Deren Mitarbeiter wiederum sind mit der Planung des Großprojekts betraut, das bislang auf den Arbeitstitel „Rosenpark“ hört. Das Vorhaben gliedert sich auf in zwei Bauabschnitte. Am Montag geht es im Stadtrat erst einmal um Abschnitt 1, der folgende Punkte umfasst:

Aufwertung der Badezone

Höchste Priorität habe die Aufwertung der Badezone, erklärt Lorenz Schmid im Gespräch mit dem FT. Schmid ist Geschäftsführer von Klangfeld und Evago Immobilien. „Unser Fokus liegt auf Freizeit, Erholung und Sport“, betont er. Deshalb wolle man die Liegewiese vergrößern, weitere Bäume pflanzen und alles von Landschaftsgärtnern überarbeiten lassen. Auch ein zusätzlicher Strandbereich ist geplant. Schmid verspricht: „Der Badebereich bleibt weiter kostenlos, die Parkgebühren bleiben unverändert.“

Um den Hunger und Durst der Badegäste zu stillen, aber auch um eine Einnahmequelle für weniger heiße Tage zu generieren, soll ein komplett neuer Biergarten entstehen – samt Kastanienbäumen. „Als Vorbild dient uns die Schloßallee Haag“, sagt Schmid. Anstelle des bisherigen Kiosks sollen sechs Buden errichtet werden, in denen regionale Speisen und Getränke angeboten werden. Den neuen Badebereich und den Biergarten will man noch vor der kommenden Saison realisieren.

Wakeboardanlage und Wasserwacht

Was zunächst nur als eine Idee von vielen kursierte, ist nun fester Bestandteil des geplanten Bauabschnitts 1: eine Wakeboardanlage. Dafür konnte nach Angaben der Investoren der Wakeboard-Weltmeister Dominik Gührs als Partner gewonnen werden. „Er hat die Anlage geplant und will sie auch betreiben“, sagt Lorenz Schmid. Nichts Geringeres als „eine der besten Anlagen weltweit“ soll in Moosburg entstehen. Um die Badegäste abzuschirmen, will man die Anlage mit einem schwimmenden Holzsteg umranden. Schmid: „Alles ist so geplant, dass Langstrecken-Schwimmer auch weiterhin ihre Bahnen von einem Seeende zum anderen ziehen können.“ 

Wie der Unternehmer berichtet, bestehe bereits großes Interesse bei Bürgern: „Wir haben Anrufe von jungen Moosburgern erhalten, die von der Wakeboardanlage Wind bekommen hatten und sich erkundigen wollten, ob sie einen Verein gründen könnten.“

Mit ins Konzept der Sportanlage ist auch die Wasserwacht integriert. Schmid: „Die wünschen sich schon lange ein richtiges Vereinsheim mit festem Bootshaus.“ Im Zuge des Baus des Servicegebäudes soll die Wasserwacht dort ihre neue Heimat beziehen. Sowohl die Wakeboardanlage als auch der Wasserwacht-Stützpunkt könnten innerhalb von Bauphase 1 bis zum Jahr 2018 fertiggestellt werden.

Vier-Sterne-Hotel mit Seerestaurant

In Bauphase 2, die zwar Teil des Gesamtkonzepts ist, aber noch nicht beantragt wurde, sammeln sich diverse weitere Bauten und Anlagen. Größter Bestandteil ist ein Vier-Sterne-Businesshotel, das die Investoren am Ostufer errichten möchten. Schmid: „Wir haben von der Moosburg Marketing eG erfahren, dass sich viele hiesige Firmen ein solches Hotel mit Platz für Tagungen und Events wünschen.“

 Rund 90 Zimmer habe man nun ins Auge gefasst – und will auch gleich noch einen Ballsaal für 1000 Leute und ein Seerestaurant integrieren. Nebenan soll zusätzlich eine Hochzeits- und Eventlocation Platz für 150 Personen bieten.

Lagerhallen mit Platz für Untermieter

Zur Bauphase 2 gehört auch eine mehrteilige Lagerhalle mit Verwaltungsbereich. Darin soll sich künftig nicht nur Klangfeld niederlassen (bislang residiert die Firma auf dem Ex-Normstahl-Areal bei Wang), sondern auch das dort angesiedelte Autohaus möchte man unterbringen. Die Hilfsorganisation Navis könnte dort in Zukunft ebenfalls Platz für Büros, Lager und Raum für Wartungsarbeiten finden.

Win-Win-Situation

Ein ambitionierter Plan. Für Lorenz Schmid und sein Unternehmen geht es bei dem Gesamtkonzept, das zahlreiche weitere Details umfasst und ein Volumen von über zehn Millionen Euro hat, vor allem darum, eine ganzjährige Nutzung sicherzustellen. „Nur mit dem Badebetrieb allein erwirtschaftet man nicht einmal die Grundkosten.“

Man rechne damit, dass am Aquapark insgesamt 60 bis 80 Arbeitsplätze geschaffen werden, sagt Lorenz Schmid. „Und die Stadt Moosburg profitiert bei der Realisierung unseres Vorhabens von zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen.“ Gleichzeitig biete man der Region zahlreiche neue Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, „und zwar für alle Generationen“.

Bliebe nur noch eine Frage: Was sagen die Moosburger Fischer zu dem Mammut-Vorhaben an ihrem Vereinsgewässer? Noch im Sommer hatten sie sich nach ersten Gerüchten um eine Wakeboardanlage kritisch geäußert. Lorenz Schmid sagt nun: „Wir sind uns auch mit den Fischern einig geworden.“

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