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Mit Blumen, einer Schriftrolle und einer Flasche Whiskey verabschiedete Schatzmeisterin Irmi Nagl Präsident Günter Janovsky aus dem Amt.

Führungswechsel

Jazzclub Hirsch: Günter Janovsky legt sein Amt nieder

Moosburg - Eine Ära ist beim Jazzclub Hirsch in Moosburg zu Ende gegangen: Präsident Günter Janovsky legte am Mittwoch sein Amt nieder. Sein Nachfolger ist Karl Muskini.

Eigentlich wollte Günter Janovsky (62) den Führungswechsel beim Jazzclub Hirsch kurz und schmerzlos über die Bühne bringen. Aber ganz ohne Lobeshymnen wurde er bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend nicht aus dem Amt entlassen. Schatzmeisterin Irmi Nagl etwa betonte, dass sie „sehr wehmütig“ sei und bis zuletzt gehofft habe, dass „der Präse“ doch noch weitermacht. Auch Versammlungsleiter Rudi Maier und Kassenprüfer Alfred „Charly“ Wagner brachten ihr Bedauern über den Entschluss von Janovsky zum Ausdruck. „Mir tut es sehr leid, dass du aufhörst“, sagte Maier. Wagner stellte vor gut 15 Teilnehmern fest: „Du hinterlässt große Fußstapfen.“

Schließlich ergriff der scheidende Präsident das Wort: „Danke für 20 Jahre. Es war wunderbar mit euch.“ Und in weiser Voraussicht fügte er noch an, dass er zum Abschied schon froh über eine Flasche Whiskey wäre. Die bekam er dann auch – und einen Blumenstrauß dazu.

Die Suche nach einem Nachfolger war schnell beendet: Programmdirektor Karl Muskini wurde auserkoren. Maier versicherte sich, dass Muskini das Amt auch annehmen würde. Er stimmte zu – und wenig später wurde er zum neuen Präsidenten des Jazzclubs Hirsch gekürt.

Dass große Neuerungen nicht sein Ding sind, das zeigte sich bei einer anschließenden Debatte über Live-Mitschnitte und eine Ausdehnung des Sommerfests auf drei Tage. Einige Mitglieder waren der Meinung, dass das 20-jährige Bestehen ein guter Anlass sei, sich noch besser ins Rampenlicht zu rücken.

Der Vorschlag, eine Jazzclub-Hirsch-CD-Reihe ins Leben zu rufen, kam von dem Moosburger Musiker Mäx Huber. Muskini und auch Janovsky sprachen sich allerdings gegen Live-Mitschnitte aus – aus rechtlichen, aber auch aus programmatischen Gründen. Schließlich wollte die Bands ihre eigenen Alben verkaufen, gab Muskini zu bedenken. Was man sich allerdings vorstellen konnte, waren „Compilations“, eigens zusammengestellte Sammlungen von Nummern von Bands, die bereits im Jazzclub gespielt haben. Ein Idee, auf die man sich einigen konnte. Ein dreitägiges Sommerfest würde das Moosburger Publikum dagegen überfordern, urteilte der neue Präsident. Ein Tag sei genau richtig, lautete seine Einschätzung. Das habe sich bewährt. Und deshalb wird auch heuer nur ein Tag lang gefeiert.

Alexander Fischer

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