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Zwei kleine Italiener besang Pop-Sternchen „Marina“ im knallroten Plastikkleid. Der Auftritt war einer der vielen Highlights beim Feuerwehrball 2017 und auch „Marina“ kam ohne Zugabe nicht davon.

Immer weniger Besucher

Keine Feuerwehr- und TSV-Bälle mehr im Moosburger Fasching 2018

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Es gab Jahre, da war der Feuerwehrball in der Stadthalle Moosburg ein Muss. Um an Karten zu kommen, brauchte es Beziehungen. Doch die Zeiten sind vorbei. Die Faschingsmuffel zeigten auch der Feuerwehr die Rote Karte – und die reagierte ebenso wie der TSV Moosburg: Im Fasching 2018 gibt es weder Feuerwehr- noch TSV-Ball.

Moosburg – Wenn in der fünften Jahreszeit 2018 mit Feuerwehr- und TSV-Ball zwei maskierte Veranstaltungen aus der Moosburger Stadthalle verschwinden, dann fährt das Faschingsangebot auf Sparflamme. Früher kämpften die Vereine oder auch Firmen um Termine. Doch wer sich jetzt dazu aufrafft und einen Ball organisiert, der hat im Kalender freie Auswahl. Wie etwa die Narrhalla Moosburg, die mit dem Wegfall der Bälle zwei Auftritte weniger bestreitet. Dass der Fasching in Moosburg „Stückerl für Stückerl wegbricht“, ist auch dem Präsidium mit Manfred Rus, Michael Adamek und Peter Kellner bewusst. Deshalb ist sich das Trio einig: „Wir halten dagegen mit allem, was geht.“ Etwa als Veranstalter eines eigenen Maskenballs in der Stadthalle.

„Wir haben es uns nicht leicht gemacht, der Entscheidungsprozess hat relativ lange gedauert“, sagt Michael Amberger, Vorsitzender des TSV Moosburg. Aber die Fixkosten seien einfach zu hoch. Mit gerade einmal 220 Besuchern könne man nicht einmal die Band bezahlen. „Wir hätten den Ball gern weitergeführt“, aber einen vierstelligen Betrag nachzuschieben, komme angesichts der Haushaltsituation des Vereins nicht in Frage. Schließlich brauche man das Geld für den Neu- und Umbau. Auch müsse der Verein bei einem Freibetrag von 35.000 Euro aufpassen, dass er mit solchen Veranstaltungen, die nicht originäre Aufgabe seien, die Gemeinnützigkeit nicht aufs Spiel setzt.

„Traurig und schade“

Gleiches bestätigte auch Feuerwehr-Vorsitzender Christian Brülbeck: „Unsere Hauptaufgabe ist der Feuerwehrdienst und nicht die Veranstaltung von Faschingsbällen.“ Es sei „traurig und schade“, aber man habe die Zeichen der Zeit – rückläufige Besucherzahlen und hohe Fixkosten – nicht länger ignorieren dürfen. Angesichts der 125 Einsätze bis August (jeden zweiten Tag) sei es den ehrenamtlich Aktiven bei der Resonanz nicht mehr zu vermitteln, sich auch noch für einen Ball einzubringen. Aber die Feuerwehr will sich etwas anderes überlegen, eine Idee finden – doch darüber zu reden, dafür ist laut Brülbeck die Zeit noch nicht reif.

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