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Hoffen auf Nachfolger: Vorsitzender Thomas Langer und Schatzmeisterin Renate Schmid.

Am 2. Mai geht‘s um die Zukunft des Vereins

Kinderschutzbund Moosburg: Nach 28 Jahren droht das Aus - Wer rettet den Verein?

Er ist ein funktionierendes Netzwerk für Kinder und Familien in Moosburg - doch nun droht dem Kinderschutzbund das Aus. Alle Blicke richten sich auf den 2. Mai.

Moosburg – Droht dem Kinderschutzbund Moosburg die Auflösung? Vorsitzender Thomas Langer und die langjährige Schatzmeisterin Renate Schmid scheinen das jedenfalls nicht auszuschließen. Denn wenn bei der Mitgliederversammlung am 2. Mai die turnusmäßigen Neuwahlen des Vereins auf der Tagesordnung stehen, so werden Langer und Schmid nicht mehr in den vordersten Reihen für ein Amt in der Vorstandschaft zur Verfügung stehen. 

Auch die dritte Vorsitzende Emma Stadler und Schriftführer Jörg Schröder wollen sich aus ihren Ämtern zurückziehen. Der Grund: Familiäre und berufliche Verpflichtungen erlaubten das verantwortungsvolle Ehrenamt nicht mehr länger.

„Es ist sehr schade, dass von den Jüngeren bisher noch keiner seine Bereitschaft erklärt hat, in unsere Fußstapfen zu treten“, sagen Langer und Schmid. Dabei ist die Arbeit des Kinderschutzbunds Moosburg nicht mehr wegzudenken. In den 28 Jahren seines Bestehens haben die derzeit rund 40 Mitarbeiter ein gut funktionierendes Netzwerk für Kinder und deren Familien aufgebaut. 

Den Verein plagen auch Sorgen um die Räume

Rund 400 Mädchen und Buben betreut der Kinderschutzbund Moosburg derzeit im Rahmen der Mittagsbetreuung an den beiden Moosburger Grundschulen – der Anton-Vitzthum- und der Theresia-Gerhardinger-Grundschule sowie der Georg-Hummel-Mittelschule. Zudem gibt es viele andere niedrigschwellige Angebote: den Schnupperkindergarten, Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse im Kindergarten, Elternkurse oder das Projekt „Soziales Lernen in den Ganztagesklassen“, um nur einige Beispiele zu nennen. Außerdem sei man als Vertreter des Kinderschutzbundes in vielen Gremien mit dabei.

Was Langer zudem sehr beunruhigt: Die Räume im städtischen Elisabethenheim, die seit 14 Jahren vom Verein für die Kindergartengruppen des Kinderschutzbunds genutzt werden, sollen demnächst einer anderen Verwendung zugeführt werden: „Keine besonders rosigen Aussichten“, meint der Vorsitzende resigniert. Seine Sorgen seien groß, dass die Jahrzehnte lange Arbeit, die vom Verein zum Wohle der Allgemeinheit geleistet worden war, „im Sande“ verlaufe.

Hoffnung noch nicht aufgegeben

Ein so großer Verein mit so vielen Mitarbeitern sei schon fast ein „kleines Unternehmen“. Dementsprechend verantwortungsvoll sei auch die Arbeit von Renate Schmid, die Finanzen zu verwalten. „Damals vor 25 Jahren hat alles klein angefangen“, erinnert sich die Schatzmeisterin. Doch mit den Jahren sei das eine zum anderen gekommen. Wenn dann noch in der Familie ein Pflegefall auftrete oder berufliche Verpflichtungen, die immer mehr würden, sei die Zeit für das Ehrenamt nicht mehr da.

Langer und Schmid haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Sonne – das Logo des Vereins – weiterhin von den Flyern leuchtet. „Vielleicht findet sich bis zum 2. Mai ja doch noch eine neue Führungsriege.“

Maria Martin

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