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„Auch kommunal 100 Prozent sozial“ lautet der Slogan der Linken (v. l.) Sabine van Lier, Stefan John, Susanne Carus-Zitzelsberger, Alexander Strobl und Karin Oberprieler.

Wahlprogramm vorgestellt

Die Linke fordert „Haus der Begegnung für Moosburg“

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„Prinzipien und Werte statt Versprechungen und Geschenke“: Die Moosburger Linke will im Wahlkampf mit sozialen Themen und Glaubwürdigkeit punkten.

Moosburg – Die Linke in Moosburg hat ihr Wahlprogramm vorgestellt und will sich damit grundlegend von den zahlreichen Mitbewerbern um die Sitze im Stadtrat abheben. Bürgermeisterkandidat Stefan John betonte, dass man bewusst auf Versprechen und Geschenke verzichte: „Wir wollen lieber unsere Prinzipien und Werte vorstellen. Dabei geht es uns um die Sache und das ist auch glaubwürdiger.“

Unter dem Motto „Auch kommunal 100 Prozent sozial“ möchte sich Die Linke dafür einsetzen, dass in der Stadt Moosburg ausreichend Sozialwohnungen errichtet werden, Pflegekräfte eine angemessene Vergütung bekommen und Integration großgeschrieben wird. Die vielleicht zentrale Idee im Programm der Gruppierung um den Stadtrat und Bürgermeisterbewerber Stefan John ist dann auch das „Haus der Begegnung“. John möchte zentral im Ort eine Stätte schaffen, wo sich Menschen ohne Konsumzwang treffen können. Dieses Gebäude könne kulturelle Angebote beherbergen, als Veranstaltungsort für Vereine dienen und zudem soziale Beratungsstellen integrieren. John ist überzeugt, dass ein solches Haus der Stadt gut zu Gesicht stehen würde.

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Linke strebt Zurückgewinnung der Planungshoheit an

Aktuell werde der Moosburger Stadtbus nicht richtig angenommen, weshalb Die Linke dieses Angebot im öffentlichen Personennahverkehr verbessern und den Bedürfnissen der Menschen anpassen will. Konkret geht es John vor allem um die Anbindung des Gewerbegebiets Degernpoint mit seinen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Zudem müsse man in das lokale Busangebot auch die verschiedenen Ortsteile mit einbinden. Die Linke verweist darauf, dass jüngere und ältere Menschen für die Wahrung der Eigenständigkeit ein besseres Netz bräuchten.

An ihren Infoständen macht Die Linke auch deutlich, dass der Stadtrat bei künftigen Planungen wieder mehr auf die Bürger vor Ort hören solle. Die Bürgerinitiativen gegen das ELA-Projekt in Pfrombach oder gegen eine dichte Bebauung des Rockermaier-Areals zeigten laut John, das etwas schief laufe. „In der Demokratie herrscht das Volk und nicht das Kapital“, betonte er. Das Entscheidungsgremium solle künftig nicht Pläne von Investoren aufnehmen, sondern selbst aktiv Vorgaben machen, was möglich sei und was man wolle. Es gehe hier ein Stück weit um die Zurückgewinnung der Planungshoheit.

Die Linke tritt mit John und zehn weiteren Personen auf der Liste an – mit dem Ziel, zwei Stadträte für die kommenden sechs Jahre zu stellen. Neben dem Studenten John sieht man intern bei Karin Oberprieler (31, Chemielaborantin) die besten Chancen.

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