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Wollen weitere Sitze erobern: Die Grünen starten motiviert in das Rennen um die Stadtratsposten.

Kommunalwahl 2020

Grüne in Moosburg breit aufgestellt - Starkes Interesse an Kandidatenliste

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Mit einer vielfältigen Bewerberliste starten Moosburgs Grüne in den Stadtrats-Wahlkampf. Rückenwind verspürt die Partei dabei vom starken Interesse an ihrer Politik.

Moosburg – Die Kulisse passte zum eigenen Anspruch der Moosburger Grünen: Bei der Aufstellungsversammlung am Mittwochabend waren in etwa genauso viele Menschen in den Staudinger Keller gekommen, wie zur letzten Versammlung der CSU in diesem Raum. Deren stimmenmäßige Übermacht im Stadtrat will die Öko-Partei bei der Wahl im März 2020 knacken.

Ortssprecherin Verena Kuch freute sich eingangs vor allem darüber, „dass so viele Junge, aber auch Ältere gekommen sind“. Damit sei man über alle Generationen breit aufgestellt. Kuch konnte zudem eine Handvoll Interessierte begrüßen, die noch nicht Mitglied waren.

Bevor es an die Vorstellung der Kandidaten für den Stadtrat ging, bekam Landrats-Bewerber Robert Wäger Zeit, sich zu präsentieren. Als er in seinem E-Auto von der Arbeit in Ismaning nach Moosburg gefahren sei, habe er im Radio einen Beitrag über den Brandbrief von Wissenschaftlern zur drohenden Klimakatastrophe gehört. „Ich dachte mir danach: Wieso begreifen das so viele nicht?“ Man müsse etwas tun, um die dramatischen Auswirkungen abzuwenden, „und zwar ziemlich dringend“. Er, so sagte Wäger, wolle dafür sorgen, „diesen Landkreis schneller und deutlicher auf den richtigen Weg zu bringen“. Denn: „So wie wir jetzt leben, kann’s nicht weitergehen.“

Penibel auf Abwechslung bei den Geschlechtern geachtet

Die Liste mit den Grünen Stadtratskandidaten lag bereits fertig vorbereitet auf dem Tisch, dennoch wurde satzungskonform jeder Bewerber erst in der Versammlung vorgeschlagen. Dann hatten die Bewerber zwei Minuten Zeit, Motive und Themen vorzustellen. Parallel wurde abgestimmt. Bei der Reihenfolge hatten die Grünen penibel darauf geachtet, dass sich Frauen und Männer auf der Liste abwechseln. Als demonstratives Zeichen war es auch zu deuten, dass sich Bürgermeisterkandidat Michael Stanglmaier mit Platz 2 begnügte – zugunsten der 23-jährigen Verena Kuch auf Platz 1.

Die Bewerber-Vielfalt reichte vom Studenten bis zum Rentner und von der Krankenschwester bis zum BMW-Entwicklungsingenieur. Neben den klassischen grünen Themen wie Umwelt- und Klimaschutz sowie sozialer Gerechtigkeit will man sich beispielsweise auch für ein vielfältigeres Nachtleben in Moosburg, bessere Kinderbetreuung oder den Ausbau der Barrierefreiheit einsetzen.

Die ersten zwölf Kandidaten erreichten allesamt das vollständige und einstimmige Vertrauen der Wahlberechtigten. Über die zweite Hälfte wurde per Blockwahl abgestimmt, wobei – abgesehen von zwei ungültigen Stimmen – auch hier Geschlossenheit demonstriert wurde. Michael Stanglmaier betonte, dass es derart starken Rückhalt gegeben habe, „dass wir ohne Probleme auch eine 30er-Liste hätten aufstellen können“.

Liste der Moosburger Grünen für die Stadtratswahl 2020

1. Verena Kuch, 2. Michael Stanglmaier, 3. Evelin Altenbeck, 4. Alfred Wagner, 5. Nathalie von Pressentin, 6. Johannes Becher, 7. Viktoria Eiden, 8. Manfred Weinhöpl, 9. Irene Bauer, 10. Kilian Linz, 11. Alexandra Becher, 12. Zeno Heilmaier, 13. Gertie Reiter, 14. Helmut Tischer, 15. Julia Becher, 16. Klaus Gmeinwieser, 17. Rita Metz, 18. Matthias Becher, 19. Sylvia Ripper, 20. Hubert Häusl, 21. Jana Ripperger, 22. Bernhard Hrodek, 23. Martha Häusl, 24. Tobias Kuch. Nachrücker: Gabriele Wagner, Heinz Stapelfeld.

Gut zu wissen: Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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