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Josef Dollinger tritt 2020 erneut als Bürgermeisterkandidat an.

Freie Wähler legen sich fest

Kommunalwahl 2020: Josef Dollinger will als Moosburger Bürgermeister kandidieren

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Es ist sein dritter Anlauf: Moosburgs Vize-Bürgermeister Josef Dollinger (FW) will bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr Anita Meinelt beerben.

Moosburg – Josef Dollinger, die Dritte: Lange wird schon über die Bürgermeisterkandidatur 2020 des Stellvertreters von Anita Meinelt spekuliert. Am Dienstagabend schufen die Freien Wähler nun klare Verhältnisse: Die Mitglieder votierten bei der Jahreshauptversammlung einstimmig für den 59-Jährigen, der die 2020 nicht mehr antretende Rathauschefin beerben will.

Josef Dollinger war zuletzt 2014 schon nicht weit vom Chefsessel im Rathaus entfernt. Bei seiner zweiten Bürgermeisterkandidatur kam er in der Stichwahl gegen Amtsinhaberin Meinelt auf 44,2 Prozent. Der erfolgreiche Unternehmer wurde 2. Bürgermeister. „Unsere Bürgermeisterin stößt auch jetzt noch viele Projekte an, die ich dann zu Ende führen möchte“, sagte Dollinger am Dienstag. Er baut auf seinen Vorsprung durch sechs Jahre als Vize und 18 Jahre im Moosburger Stadtrat. Der Rückenwind in der eigenen Partei war bei der Jahreshauptversammlung unübersehbar.

Der Vorschlag Dollingers kam von dessen Stadtratskollegen Ludwig Kieninger, der für seine Laudatio ganz tief in die Kiste gegriffen hatte. „Wir können froh sein, dass wir so einen fähigen Kandidaten in unseren Reihen haben“, sagte Kieninger. Dollinger habe schon alles gezeigt, was ein Bürgermeister können müsse. Er mache Kommunalpolitik mit klarer Kante, könne als Unternehmer und Moosburger Kinobetreiber Mitarbeiter führen und habe auch schon Anita Meinelt im Rathaus gut vertreten. „Er ist ein enormer Praktiker“, sagte Kieninger, der Dollinger für dessen Energie bewundert. Das befähige ihn auch zu dem arbeitsintensiven Beruf des Bürgermeisters.

Josef Dollinger ist aber nicht nur seit 18 Jahren Stadtrat und sechs Jahre 2. Bürgermeister in Moosburg. Er gehört auch seit zwölf Jahren dem Kreistag an und sitzt im Kreisausschuss. Dass Dollingers Wort auf Landkreisebene auch Gewicht habe, begründete Ludwig Kieninger so: „Er ist ein sehr ehrlicher Mensch und nutzt nicht einmal Notlügen. Und nicht jeder mag die Wahrheit immer so hören.“

Der neue Vorstand der Freien Wähler Moosburg: (v. l.) Vorsitzender Reinhard Lauterbach, Ingolf von Pressentin, Dörte Dähn, Ludwig Kieninger und Thomas Grundner.

Mit diesen Lobeshymnen wurde Dollinger kurzzeitig aus der Fassung gebracht, die er nach der einstimmigen Wahl zurückgewann: „Diese Nominierung ist mir eine Ehre, ein Ansporn und eine große Verpflichtung.“ Er werde auch jetzt nicht mit dem Wahlkampf starten, „denn wir Freie Wähler gehen ruhig und gelassen dem Wahltag am 15. März 2020 entgegen.“ Beim Bericht aus dem Stadtrat hatte er zuvor außerdem erklärt, dass die Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Anita Meinelt und den anderen Fraktionen gut funktioniere und alle Seiten die Bereitschaft zur Kompromissfindung zeigen würden.

Der zweite wichtige Punkt des Abends war die Neuwahl der Vorstandschaft, bei der es nur eine größere Veränderung gab. Die 2. Vorsitzende Petra Bindereder stellte sich aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl. Ihre Position übernahm Stadtrat Ludwig Kieninger. Der 1. Vorsitzende Reinhard Lauterbach und 3. Vorsitzender Thomas Grundner wurden in ihren Ämtern bestätigt. Des Weiteren wählten die Mitglieder Schatzmeisterin Dörte Dähn, Schriftführerin Dagmar Seghutera und den Beisitzer Ingolf von Pressentin.

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