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Für Veränderung: Grünen-Bürgermeisterkandidat Michael Stanglmaier, Ortsvorsitzende Verena Kuch und Moosburgs Landtagsabgeordneter Johannes Becher.

Kommunalwahl 2020

Moosburger Grüne wollen großes Potenzial besser nutzen

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Es ist „kein Programm des ,Weiter so‘“, das die Moosburger Grünen vorgestellt haben. Acht Kapitel umfasst das Papier mit dem Motto „Weil wir hier leben“.

Moosburg – Bürgermeisterkandidat Michael Stanglmaier betonte, Moosburg habe großes Potenzial, das bisher nicht genutzt worden sei. Er war es auch, der am Freitag die ersten beiden Kapitel vorstellte: Moosburg als soziale Stadt und Stadtentwicklung. Ein Mehrgenerationenhaus, ein Konzept für eine barrierefreie Stadt, die Errichtung von Personalwohnungen, sozialer Wohnungsbau durch die Stadt: Diese und mehr Punkte zählte Stanglmaier auf, der im September zum Bürgermeisterkandidat ernannt worden war. Wichtig ist ihm auch die Förderung der Jugend sowie die bessere Einbindung des Jugendparlaments und des Seniorenbeirats, ergänzte Ortsvorsitzende Verena Kuch.

Nächstes Thema: Innenstadt. Konkret fordern Stanglmaier und die Grünen die zügige Umgestaltung des Plans. Das sei aber nur der erste Schritt, baldmöglichst müssten die Umgestaltung des Gries, des Stadtplatzes und der Stadteingänge folgen. Kopfsteinpflaster müsse durch geschnittenes Pflaster ersetzt werden, man brauche mehr Querungshilfen. Außerdem müsse die Tempo-20-Zone auf die gesamte Innenstadt ausgeweitet werden, und mittelfristig soll die Altstadt zur Fußgängerzone werden.

Bürgermeister-Kandidat Stanglmaier will Stadtbus ausbauen

Auch Verkehr ist das Metier des Bürgermeisterkandidaten: Mobilität müsse vielfältig gestaltet werden, „perspektivisch“ solle eine autofreie Innenstadt angepeilt werden. Ein wichtiger Punkt von mehreren im Grünen-Wahlprogramm: den Stadtbus auszubauen und mehr Busverbindungen in die Ortsteile sowie ins Umland zu schaffen. Das gemeinsam mit den Bürgern erarbeitete Fuß- und Radverkehrskonzept beinhalte noch viele gute Ideen. „Wir müssen sie nur auch einmal umsetzen“, sagte Stanglmaier.

Alles, was man für ein grünes Moosburg tun wolle, listete Ortsvorsitzende Kuch auf: Bäume pflanzen, den Baumbestand schützen, die Baumschutzverordnung wieder einführen, Hecken pflanzen, und und und. „Wir können auch als kleine Stadt Einiges für den Klimaschutz tun“, lautete die Botschaft.

Moosburg soll wieder Vorreiter bei Solarenergie werden

Dann ist da noch der Sektor Energiewende, in dem sich Stanglmaier Moosburg in einer Vorreiterrolle wünscht, die auch eine gute Außenwirkung habe. Solaranlagen auf Dächern und Parkplätzen, keine Verwendung von fossilen Brennstoffen in Neubaugebieten, städtische Neubauten im Passiv- oder Sonnenhausstandard oder aus Holz zu errichten, lauteten einige Vorstellungen.

Landtagsabgeordneter Johannes Becher legte dar, was man sich in Sachen Digitalisierung vorgenommen habe: so viele Daten wie möglich öffentlich zu machen, das digitale Rathaus zu errichten, W-LAN in allen städtischen Gebäuden einzurichten. Dafür brauche man freilich mehr IT-Personal im Rathaus. Dadurch, dass Bürger vieles online erledigen könnten, sei für die Mitarbeiter der Verwaltung dann mehr Zeit für alles, was persönlich besprochen werden soll. „Digitalisierung zum Wohle der Menschen“ also.

Abgeordneter Becher fordert „finanzielle Nachhaltigkeit“

Und weil auch in Moosburg „ohne Moos nix los“ ist, geht es im Wahlprogramm der Grünen auch um Finanzen und Wirtschaft. „Finanzielle Nachhaltigkeit“ fordert Becher. Schulden müssten kontinuierlich abgebaut werden, und bei Neubauten unbedingt die Folgekosten berücksichtigt werden. Für die Wirtschaftsförderung stellt sich der Abgeordnete ein aktives Leerstandsmanagement und „keine leichtfertige Neuausweisung von Gewerbegebieten“ vor. Und man brauche noch eine Marke Moosburg – Schlagworte und Titel, die zeigten, „wofür Moosburg steht“.

Auch die CSU in Moosburg gibt sich kämpferisch. Welche Bürgermeister ihren Abschied nehmen und welche weitermachen wollen, lesen Sie im großen Überblickstext des Freisinger Tagblatt.

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