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Gegen Rassismus wird in Moosburg immer wieder lautstark demonstriert - so wie in 2015, als die NPD zu einer Kundgebung in die Stadt gekommen war.

Gegenveranstaltung zum AfD-Wahlkampfauftakt

Fest für Toleranz geplant: Moosburger Parteien wollen Zeichen gegen AfD setzen

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In Moosburg soll mit einem großen Fest ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt werden, wenn die AfD am 4. Februar ihren Wahlkampfauftakt in der Stadt hat.

Moosburg – Die Moosburger Parteien ziehen an einem Strang: Wenn die AfD am Dienstag, 4. Februar, um 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr) in der Schäfflerhalle zusammenkommt, dann wollen Politiker, Mitglieder aller politischen Gruppierungen sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kirche und Co. klare Kante gegen Rechts zeigen. Bei einem „Fest für Toleranz und Menschlichkeit – Moosburg gegen Rassismus“ will man sich „deutlich abgrenzen“ und stattdessen „Menschlichkeit und Toleranz in den Fokus stellen“, sagt MdL Johannes Becher (Grüne) im FT-Gespräch. „Moosburg möchte ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen, und das ist ein guter Anlass.“

Lena Zehetbauer: „Jeder soll sehen, dass das nicht die Mehrheit ist.“

Dass alle acht demokratischen Parteien in Moosburg an einem Strang ziehen, freut vor allem Verena Kuch (Grüne), Lena Zehetbauer (SPD), Philipp Fincke (FDP) und Stefan John (Linke), die die parteiübergreifende Veranstaltung auf dem Viehmarktplatz federführend organisieren – beratend unterstützt von Johannes Becher. „Jeder soll sehen, dass das nicht die Mehrheit ist“, sagt Lena Zehetbauer mit Blick auf die AfD-Veranstaltung, zu der der Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio erwartet wird. „Wir wollen zeigen: Moosburg ist bunt.“

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Teilnehmerzahl noch völlig offen

Wie genau die Veranstaltung ablaufen soll, darüber wurde erst am Sonntag im Detail diskutiert. Nur so viel stehe fest: „Wir wollen uns parteiübergreifend gegen rechte Tendenzen und die AfD wehren“, betont Zehetbauer. Wie viele Leute zu dieser Veranstaltung kommen werden, ist offen, sagt die SPD-Vertreterin. „Wir wollen 200 Leute anmelden.“

Dass es in Moosburg beim Thema Rassismus schnell viele Menschen auf die Straße zieht, die sich für Toleranz einsetzen, hat etwa 2015 die Demonstration gegen eine NPD-Kundgebung in der Altstadt gezeigt.

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