Ein Kind springt kopfüber ins Wasser.
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Wird der Sprung ins kühle Nass des Freibads für Kinder unter zwölf Jahren bald kostenlos? Genau das fordert Moosburgs Sportreferentin jetzt per Eilantrag. (Symbolbild)

Grüne Sportreferentin will Familien entlasten

Kostenlos ins Freibad Moosburg: Stadträtin fordert per Eilantrag Gratiseintritt für unter 12-Jährige

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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Um Familien finanziell zu entlasten und Schwimmroutine zu fördern, fordert Verena Kuch (Grüne) in Moosburg kostenlosen Freibad-Eintritt für unter Zwölfjährige.

Moosburg – Die Pandemie hat viele Familien in finanzielle Schieflage gebracht. Und die nächste Mehrbelastung schleicht sich bereits ein: Weil die Corona-Auflagen im gerade erst eröffneten Moosburger Freibad den Verkauf von Saison- beziehungsweise Familienkarten verhindern, müssen Eltern für regelmäßiges Schwimmen ihres Nachwuchses heuer tiefer in die Tasche greifen. Für Sportreferentin Verena Kuch (Grüne) ein Unding – weshalb sie nun per Eilantrag an den Stadtrat fordert: freier Eintritt für alle Kinder unter zwölf Jahren.

Als weiteren Grund für ihre Initiative nennt Kuch – selbst erfahrene Badeaufsicht – den drohenden Verlust von Schwimmroutine: „Der Ertrinkungstod ist auch heute noch die Todesursache Nummer eins bei Kleinkindern“, betont sie in ihrem Antrag. Schon vor Corona habe es immer mehr Kinder gegeben, die nicht schwimmen konnten. Corona habe dies drastisch verschärft. „Kinder brauchen ein sicheres Umfeld wie in unserem Freibad, um sich ans Wasser zu gewöhnen und schwimmen zu lernen.“

„Doppelte Belastung für unsere Familien“

Vor Corona durften Kinder unter sechs Jahren kostenlos ins Freibad, musste jedoch von einem Erwachsenen begleitet werden. Aktuell müssen gemäß den städtischen Bestimmungen alle Kinder unter zwölf Jahren mit einem Erwachsenen ins Freibad kommen. Kuch: „In Kombination mit den fehlenden Familienkarten bedeutet dies eine doppelte Belastung für unsere Familien.“ Jedoch ermögliche diese Regel auch die einfache Umsetzung des geforderten kostenlosen Eintritts, da Kinder einen Termin im Freibad mit einem Erwachsenen wahrnehmen würden und so der Überblick über die Gesamtbesucherzahlen nicht verloren gehe.

Neben der finanziellen Entlastung für Familien sieht die Sportreferentin im Gratis-Eintritt auch „ein klares Zeichen der Stadt an unsere Kinder in dieser schwierigen Zeit, in der sie viel zurückstecken mussten“. In dieser Zeit hätten sie kaum Freunde treffen oder ihren Hobbys nachgehen dürfen, dazu seien viel sitzen und wenig sportliche Betätigung gekommen.

In München gibt es den kostenlosen Eintritt bereits

„Moosburg sollte deshalb dem Beispiel der Stadt München folgen und einen kostenlosen Eintritt für Kinder ermöglichen“, schreibt Kuch. In der Tat hat die Landeshauptstadt auf Initiative von Grünen und SPD hin beschlossen, dass unter Zwölfjährige diesen Sommer acht Münchner Freibäder kostenfrei besuchen dürfen. In Moosburg dürfte die Entscheidung darüber am kommenden Montag fallen: Dann wird der Antrag behandelt.

Weil ein Autofahrer bei Moosburg ihr Motorrad übersehen hat, sind zwei Biker im Krankenhaus gelandet. Von dort aus wendet sich das Paar nun an die Öffentlichkeit – mit einem Dank.

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