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Durch Moosburgs Innenstadt zogen am Montag Flüchtlinge, die sich auf einem Protestmarsch nach Nürnberg befinden.

Auf dem Weg von München nach Nürnberg

Appell am Marktplatz, Schlaf am Bolzplatz: Flüchtlinge protestieren in Moosburg

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Moosburg - Auf ihrem Protestmarsch von München nach Nürnberg machten rund 80 Flüchtlinge am Montag Halt in Moosburg. Bevor sie ihr Nachtlager auf einem Bolzplatz bezogen, gab es noch Appelle auf dem Marktplatz.

Sie protestieren für ein bedingungsloses Bleiberecht – und befinden sich seit Samstag auf einem Protestmarsch vom Münchner Sendlinger-Tor-Platz zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg: Rund 80 Flüchtlinge durchqueren in diesen Tagen den Landkreis Freising. Am Sonntag hatte die Gruppe Halt in Freising gemacht, nun führte sie ihr Weg weiter in den nördlichen Landkreis.

In Moosburg traf die Gruppe der Bewegung „Refugee Struggle for Freedom“ am späten Montagnachmittag ein – wegen des regnerischen Wetters eingepackt in Jacken und Mützen. Die örtlichen Behörden hatten vorsorglich den „Plan“ für den Verkehr gesperrt, um Platz für eine Kundgebung der Protestierenden zu schaffen. 

Seit Bekanntwerden des Marschs vor wenigen Tagen hatte man in der Stadtverwaltung versucht, sich auf die Ankunft der Menschen einzurichten. Weil im betreffenden Zeitraum jedoch sämtliche öffentlichen Hallen für Veranstaltungen vorbereitet oder bereits von Vereinen genutzt würden, wie Verwaltungschef Josef Mühlberger auf Nachfrage erklärte, habe man der Gruppe in Absprache mit den Kreisbehörden und den Organisatoren des Protestzugs eine Freifläche in der Bonau zum Aufschlagen der Zelte zur Verfügung gestellt.

Die Stadtverwaltung hat Dixi-Klos bestellt

Dort standen dann immerhin die sechs Dixi-Klos bereit, die Josef Mühlberger kurzerhand hatte aufstellen lassen. Er habe mehrfach versucht, mit der Organisatorin des Protestzugs Kontakt aufzunehmen, „um abzuklären, was wir noch tun können“. Doch die betreffende Frau sei wiederholt nicht erreichbar gewesen. 

Der Protestmarsch durch die Stadt wurde von zahlreichen Polizeistreifen abgesichert – und verlief reibungslos. Wohl wegen des schlechten Wetters trafen die Flüchtlinge nur wenige Passanten auf dem „Plan“ an und blieben so mit ihren per Megafon skandierten Parolen und Appellen weitestgehend unter sich.

Als der Marsch im Anschluss auf dem städtischen Bolzplatz zwischen Wasserwerk und FC-Moosburg-Sportgelände eintraf, wurde die Gruppe von einem Dutzend mitgereister Helfer mit heißem Tee, Kaffee und Gemüsereis empfangen. Und den Schlachtrufen der Bewegung: „Say it loud and say it clear – refugees are welcome here!“ Zu Deutsch: „Sagt es laut und klar – Flüchtlinge sind hier willkommen.“

Unterstützung für die Protestierenden

Am Dienstag will die Gruppe ihren Marsch Richtung Nürnberg fortsetzen. Nächster Zwischenstopp soll derweil Landshut sein. Dort planen die Organisatoren gegen 17.30 Uhr eine Kundgebung vor der Martinskirche.

Wer die Gruppe der marschierenden Flüchtlinge unterstützen möchte, findet hier die Kontaktdaten der Organisatoren.

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