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Kleiner Facebook-Post, großer Wirbel: Mit diesen Zeilen kündigte ein Moosburger an, als Horror-Clown verkleidet durch die Stadt zu gehen.

Wirbel um Facebook-Post

Kuriose Horror-Clown-Ansage für Moosburg: „Es besteht keine Gefahr“

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Moosburg - Die Facebook-Ansage eines 22-Jährigen, er werde als Horror-Clown durch Moosburg laufen, sorgt für Wirbel. Wir haben uns den Hintergrund erklären lassen - und die Polizei befragt.

„Sollte man in den nächsten paar Tagen/Wochen nen Horrorclown in Moosburg irgendwo an der Straße sehn, bin ich das... Bitte keine Polizei rufen und ich will auch nicht auf irgendwelchen Zeitungstitelseiten sein!“ – Mit dem Freisinger Tagblatt hat Christopher Blank, der diese Botschaft am Montagvormittag in der Facebook-Gruppe „Moosburg für Jung und Alt“ gepostet hat, dann doch gesprochen. Die gute Nachricht vorweg: Angst vor der Aktion des 22-jährigen Marketing-Managers braucht niemand zu haben.

Sie wollen sich ernsthaft mit Clownsmaske in der Öffentlichkeit zeigen?

Mit diesem Facebook-Post in der Gruppe „Moosburg für Jung und Alt“ löste der 22-Jährige eine Debatte aus.

Ja! Ich produziere unter dem Namen „Blank“ Deutschrap und benutze schon seit drei Jahren einen bösen Clown als Alter Ego – früher unter dem Kürzel GBC. Jetzt, vor dem Hintergrund des ganzen medialen Hypes um die Clowns, habe ich vor, meinen Standpunkt in der „Horror-Clown“-Welt zu festigen. Das war meine Idee.

Und was planen Sie dann in Moosburg?

Ich arbeite an Promo-Filmen für meine Musik. Dazu werden einige Szenen in der Stadt gedreht.

Was glauben Sie, wie da die Leute reagieren?

Als „Großer Böser Clown“ produzierte Christopher Blank vor einigen Jahren Deutschrap – und möchte jetzt die Aufregung um „Horrorclowns“ für seine musikalischen Zwecke nutzen: in der Moosburger Öffentlichkeit.

Ich wohne in der Nähe des Gewerbegebiets Degernpoint. Da hab’ ich bereits den ersten Video-Blog gedreht. Einmal wurde ich von dem Hund eines verwunderten Mannes angebellt, dann hat mir ein Autofahrer aufgeblendet, der wollte mich wohl am liebsten über den Haufen fahren. Deshalb hab’ ich mir gedacht: Dieses Mal warn’ ich die Leute lieber vor und kündige die neuen Dreharbeiten in einer Facebook-Gruppe an, in der sehr viele Moosburger mitlesen.

In „Moosburg für Jung und Alt“ wurde Ihr Vorhaben ziemlich kontrovers diskutiert. Einige Mitglieder haben Sie aufgefordert, die Polizei vorab zu informieren. Was sagen Sie dazu?

Die Polizei muss ich nicht anrufen, es braucht ja keine Drehgenehmigung für öffentliche Plätze. Und es wird auch offensichtlich sein, dass wir Filmaufnahmen machen: Neben mir stehen noch zwei Personen mit Kameras und diverser Ausleuchtung. Es besteht also keine Gefahr.

Wann und wo wird das passieren?

Die genauen Drehtermine stehen bislang noch nicht fest, bis zur ersten Dezemberwoche muss aber alles im Kasten sein. Die Drehs können sich über Wochen hinstrecken – und werden wohl auf Parkplätzen oder in der Innenstadt durchgeführt.

Also kein Grund zur Sorge?

Nein. Ich springe ja schließlich nicht aus dem Gebüsch oder gehe mit einer Kettensäge auf Kinder los.

Das sagt die Moosburger Polizei

Das FT hat Moosburgs Polizeichef Christian Bidinger um eine Beurteilung von Christopher Blanks Vorhaben gebeten. Hier lesen Bidingers Statement: 

Moosburgs Polizeichef Christian Bidinger

„Natürlich ist es in Deutschland nicht verboten, eine Maske zu tragen, etwa im Fasching. Ausnahmen gelten beispielsweise bei Versammlungen. Es hängt immer davon ab, was die Person macht: Wenn es sich um klassische Filmaufnahmen handelt, dann ist es sicher anders zu bewerten als wenn die Möglichkeit besteht oder sich die Situation so darstellt, dass sich normale Bürger gefährdet oder verunsichert fühlen. Dann wird die Polizei einschreiten. Im Regelfall soll so eine Maske ja Leute erschrecken. Wenn das in irgendeiner Weise der Fall sein sollte, handelt die Polizei im Zuge der Gefahrenabwehr – und wir nehmen der Person etwa die Maske ab. Die vielen Clown-Geschichten, die derzeit kursieren, sind für die Polizei sehr schwer einzuschätzen. Das reicht von tatsächlichen Vorfällen bis hin zu frei erfundenen. Generell muss sich jeder an geltende Rechtsvorschriften halten.“

Infos zur Musik von „Blank“

Christopher Blank hat im Jahr 2010 angefangen, Deutschrap zu produzieren – damals noch unter der Abkürzung GBC, was für „Großer Böser Clown“ stand. Seit 2015 lautet sein Künstlername nur noch „Blank“. Jetzt möchte er sein Alter Ego wieder ins Leben rufen – und seine Musik mit einem neuen Video reaktivieren. Darüber hinaus sind weitere Projekte geplant, die „Blank“ derzeit aber noch nicht preisgeben will, wie er selbst sagt. Weitere Infos zum Künstler und seiner Musik finden sich auf seiner Facebook-Seite sowie auf der Seite seiner Plattenfirma New Word Order.

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