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Diesen Transporter eines Blumengeschäfts hat ein Lkw-Fahrer auf seiner Tour durch die Altstadt geschrammt.

Polizei stellt Fahrer

Lkw auf Kollisionskurs in Moosburg: Zeugen nehmen Verfolgung auf

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In Moosburgs Altstadt sorgen Lkw immer wieder für gefährliche Situationen und Ärger. Ein aktueller Fall zeigt, dass es nicht bloß bei Behinderungen bleibt – und wie der Polizei die Hände gebunden sind.

Moosburg – Der Krach von der Straße verheißt nichts Gutes: Als eine Verkäuferin des „Blumenzaubers“ am Moosburger Rathaus Montagvormittag nachsieht, was passiert ist, liegen vor dem Geschäft Trümmer eines Außenspiegels verstreut. Sie gehörten zum Transporter des Blumenladens. Im nächsten Moment eilen Zeugen herbei, die sich das Kennzeichen eines polnischen Lkw notiert haben – dem Verursacherfahrzeug.

Ein paar Stunden später steht Monika Held, 50, vor ihrem beschädigten Transporter. „Der Laster hat nicht nur den Spiegel abgefahren, sondern auch die vordere Flanke geschrammt“, erzählt die Inhaberin des Blumengeschäfts. Sie selbst war zum Unfallzeitpunkt nicht vor Ort, aber ihre Angestellte hat ihr die Szene geschildert. „Der Mann muss es mitbekommen haben, ist aber einfach weitergefahren. Ein paar Autofahrer sind ihm dann gefolgt.“

Doch der Lastwagen bleibt nicht stehen. Im Gegenteil: Als er bei seiner Tour auf die Rhenobotstraße fährt, kracht er gegen einen geparkten Anhänger. Das Unglaubliche: Auch hier stoppt der Brummi nicht. Inzwischen haben die Zeugen, die ihn verfolgen, auch die Polizei alarmiert – und die Streife über die Route des Zwölftonners informiert. Moosburgs PI-Chef Christian Bidinger berichtet: „Die Leute sind an ihm drangeblieben – und unsere Kollegen kamen dann beim Abladen auf einem Betriebsgelände in der Neustadt dazu.“ Gegen den 34-jährigen Polen werde nun wegen Unfallflucht ermittelt. Laut Polizei beträgt der Gesamtschaden rund 14.000 Euro.

Geschäftsfrau sorgt sich um Sicherheit - Polizei verweist auf rechtliche Zwickmühle

Monika Held, die unglaublich dankbar für die Hilfsbereitschaft der vielen Zeugen ist, fühlt sich nach dem Vorfall jedoch in ihrem unguten Gefühl bestärkt: „Wir erleben es täglich am Stadtplatz, dass Lkw mit einem Affenzahn vorbeifahren. Manchmal habe ich das Gefühl, die brettern da durch, ohne auf andere zu schauen.“ Gerade ältere Bürger hätten „Probleme, die Straße zu überqueren“. Held: „Mein Eindruck ist, dass es trotz des Durchfahrtverbots für Lkw nicht besser geworden ist.“

Polizei-Chef Bidinger kann das nicht bestätigen. „Seit dem Verbot und der Westumfahrung haben wir viel weniger Lkw in der Innenstadt.“ Bei jenen, die trotzdem durchfahren würden, gebe es meist keine Handhabe der Polizei: „Der Lieferverkehr ist ja freigegeben. Deshalb werden auch in Zukunft Lkw legal in die Altstadt kommen.“

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