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Lkw-Fahrer kracht bewusstlos in Gegenverkehr: Zufällig anwesende Feuerwehrleute reanimieren 56-Jährigen

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Von: Armin Forster

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Einsatzfahrzeuge an Unglücksstelle nach Lkw-Unfall bei Thonstetten nahe Moosburg
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Freitagvormittag auf der St2350 (Ex-B11) bei Thonstetten nahe Moosburg ereignet. © Roland Albrecht

Ein schwerer Lkw-Unfall hat sich am Freitag auf der St2350 bei Thonstetten nahe Moosburg ereignet. Dabei kam es zu dramatischen Szenen und glücklichen Fügungen.

Thonstetten - Zu einem schweren Unfall ist es am Freitagvormittag auf der Staatsstraße 2350 bei Thonstetten (Stadt Moosburg) gekommen: Um 10.30 Uhr stieß dort ein Lkw frontal mit einem Kleinwagen zusammen.

Wie Einsatzkräfte berichten, war ein Berufskraftfahrer (56) aus dem Kreis Dingolfing-Landau gerade von Freising Richtung Moosburg unterwegs, als er aus gesundheitlichen Gründen hinter seinem Lenkrad zusammensackte und den Sattelzug unbeabsichtigt in den Gegenverkehr steuerte. Dort kollidierte das tonnenschwere Gefährt mit dem entgegenkommenden Toyota eines 33-jährigen Moosburgers. Während das Auto mit zerstörter Front auf der Fahrbahn liegen blieb, prallte der Sattelzug noch in die Leitplanke, wo er bis zum Stillstand mehrere Meter entlangschrammte. Der Mann im Toyota hatte großes Glück im Unglück: Er trug laut Polizei nur leichte Blessuren davon.

Feuerwehrleute arbeiten nach einem Unfall an einem beschädigten Toyota
Der Lkw prallte auf der St2350 frontal in einen Toyota-Kleinwagen. © Roland Albrecht

Reanimation nach Lkw-Unfall auf St 2350

Beim Lkw-Fahrer sah die Sache deutlich dramatischer aus, wie Thonstettens Feuerwehrkommandant Martin Hörhammer berichtet: „Er befand sich bewusstlos im Führerhaus. Zwei Feuerwehr-Angehörige aus Moosburg und Thonstetten, die zufällig privat anwesend waren, haben die Scheibe eingeschlagen und ihn aus der Kabine gehoben.“ Die Helfer hätten sofort mit der nötigen Reanimation begonnen. Als weitere Kräfte anrückten, wechselten sich die Feuerwehrleute damit ab, während sich der eintreffende Rettungsdienst um die übrige medizinische Versorgung kümmerte.

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Ein angeforderter ADAC-Hubschrauber konnte den Mann wegen der laufend notwendigen Reanimation nicht transportieren. Und so brachte man den 56-Jährigen im Rettungswagen ins Krankenhaus. Eine Polizeisprecherin gab am späten Nachmittag vorsichtige Entwarnung: Der Zustand des 56-Jährigen sei „nicht mehr instabil“. Auch der Toyota-Fahrer kam zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 40.000 Euro. Für die aufwändigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten war eine fünfstündige Vollsperrung der Staatsstraße nötig. Neben den Feuerwehren Thonstetten und Moosburg waren auch Kräfte aus Ober- und Niederhummel im Einsatz. Sie kümmerten sich unter anderem um den Brandschutz sowie die Verkehrsabsicherung bzw. -umleitung.

Hinweis für unsere Leser: Dieser Artikel wurde im Lauf des Tages aktualisiert.

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